Mit dem Rad um den See

Phoenix-Ost

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, nicht zu heiß – was bietet sich da mehr an als ein Ausflug zum Phoenix-See? Was allen Bürgern erst ab dem 9. Mai möglich ist, erlaubte die Emschergenossenschaft vorab einer kleinen Gruppe von Journalisten.

HÖRDE

von Von Gianna Carina Grün

, 16.04.2011, 08:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vom "Ost-Tor" unter der B236 sind es nurnoch wenige Meter bis zum Phoenix-See-Ufer.

Vom "Ost-Tor" unter der B236 sind es nurnoch wenige Meter bis zum Phoenix-See-Ufer.

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Auf neuen Wegen um den See

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, nicht zu heiß – was bietet sich da mehr an als ein Ausflug zum Phoenix-See? Was allen Bürgern erst ab dem 9. Mai möglich ist, erlaubte die Emschergenossenschaft vorab einer kleinen Gruppe von Journalisten.
15.04.2011
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Vom "Ost-Tor" unter der B236 sind es nurnoch wenige Meter bis zum Phoenix-See-Ufer.© Foto: Emschergenossenschaft
Auf 2,1 Kilometer Rad- und Fußweg können sich die Besucher ab Anfang Mai austoben.© Foto: Emschergenossenschaft
© Foto: Emschergenossenschaft
Start der Radtour: an der neu gepflanzten Birnenallee entlang der Emscher am Aplerbecker Marktplatz.© Foto: Emschergenossenschaft
Das Sammelbecken "Nagelpöthchen" fasst bei Hochwasser 100000 Kubikmeter Wasser. Erst wenn dieses Becken vollgelaufen ist, wird das Wasser lansgam in den Phoenix-See umgeleitet.© Foto: Emschergenossenschaft
© Foto: Emschergenossenschaft
Durch eine grüne Idylle vom Aplerbecker Wasserschloss Rodenberg zum Hörder Phoenix-See© Foto: Emschergenossenschaft
Abgesehen vom Aussichtshügel gibt es noch eine Plattform, die ein Stück auf den See hinausführt.© Foto: Emschergenossenschaft
Radeln entlang des Phoenix-Sees: ab dem 9. Mai ist das für alle Bürger möglich. Vorab testet hier Bezirksbürgermeister Sascha Mader mit Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, die frisch asphaltierten Wege. Für Jogger gibt es nebendran noch einen nicht so harten Schotterweg.© Foto: Emschergenossenschaft
Der Aussichtshügel ist zwar schon begrünt, aber noch arbeiten Bagger an der Begradigung der Wege.© Foto: Emschergenossenschaft
Wer keine Treppen steigen mag, der kann auch den Ringweg zum Abstieg oder Aufstieg auf die Aussichtsplattform nehmen.© Foto: Emschergenossenschaft
Auf 42 Metern Höhe kann man die Aussicht über den gesamten Phoenix-See genießen.© Foto: Emschergenossenschaft

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Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, nicht zu heiß – was bietet sich da mehr an als ein Ausflug zum Phoenix-See? Was allen Bürgern erst ab dem 9. Mai möglich ist, erlaubte die Emschergenossenschaft vorab einer kleinen Gruppe von Journalisten.
15.04.2011
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Vom "Ost-Tor" unter der B236 sind es nurnoch wenige Meter bis zum Phoenix-See-Ufer.© Foto: Emschergenossenschaft
Auf 2,1 Kilometer Rad- und Fußweg können sich die Besucher ab Anfang Mai austoben.© Foto: Emschergenossenschaft
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Start der Radtour: an der neu gepflanzten Birnenallee entlang der Emscher am Aplerbecker Marktplatz.© Foto: Emschergenossenschaft
Das Sammelbecken "Nagelpöthchen" fasst bei Hochwasser 100000 Kubikmeter Wasser. Erst wenn dieses Becken vollgelaufen ist, wird das Wasser lansgam in den Phoenix-See umgeleitet.© Foto: Emschergenossenschaft
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Durch eine grüne Idylle vom Aplerbecker Wasserschloss Rodenberg zum Hörder Phoenix-See© Foto: Emschergenossenschaft
Abgesehen vom Aussichtshügel gibt es noch eine Plattform, die ein Stück auf den See hinausführt.© Foto: Emschergenossenschaft
Radeln entlang des Phoenix-Sees: ab dem 9. Mai ist das für alle Bürger möglich. Vorab testet hier Bezirksbürgermeister Sascha Mader mit Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, die frisch asphaltierten Wege. Für Jogger gibt es nebendran noch einen nicht so harten Schotterweg.© Foto: Emschergenossenschaft
Der Aussichtshügel ist zwar schon begrünt, aber noch arbeiten Bagger an der Begradigung der Wege.© Foto: Emschergenossenschaft
Wer keine Treppen steigen mag, der kann auch den Ringweg zum Abstieg oder Aufstieg auf die Aussichtsplattform nehmen.© Foto: Emschergenossenschaft
Auf 42 Metern Höhe kann man die Aussicht über den gesamten Phoenix-See genießen.© Foto: Emschergenossenschaft

Folgt man der neu angelegten Birnenallee entlang des Radweges, stößt man bald auf den zweiten wichtigen Aspekt des Emscherumbaus: „Jetzt mutet die Emscher vielleicht wie ein harmloser Bach an, aber bei viel Regen wird sie zum reißenden Strom“, meint Stemplewski. Deshalb schufen die Planer der Emschergenossenschaft das große Sammelbecken „Nagelpöthchen“. Kaum vorstellbar, dass das kleine grüne Tal im Ernstfall 100.000 Kubikmeter Wasser fasst. „Viele mögen sich wundern, weshalb wir das ganze Gebiet hier eingezäunt haben – aber Hochwasser kommt fast explosionsartig. Es wäre viel zu gefährlich, die Fläche zum Picknicken oder Spielen freizugeben“. Auch wenn die Fläche nicht genutzt werden darf – bei der Gestaltung wurde trotzdem viel nachgedacht: „Das Konzept heißt ,Strom der Bäume‘ und verstärkt mit der Anordnung der Pflanzen das Bild des Flusses“, so Wulff.

„Viele Bürger haben bei den Baumfällungen 2006 nicht gedacht, dass neue gepflanzt werden“, erinnert sich Bezirksbürgermeister Sascha Mader. Zum Gegenbeweis sprießen jetzt Eschen, Erlen, Silbereichen und Schwarzpappeln. Doch der angenehm flache Radweg entlang der Emscher hat nicht nur viel Grün, sondern auch Historisches zu bieten: Am „Ost-Tor“ zum Phoenix-See unter der B236 ist der Eingang des alten Hoesch-Kanals zu sehen. „Als 1860 die Stahlindustrie begann, wurde die Emscher auf zweieinhalb Kilometer Länge untertunnelt“, erklärt Helmut Herter, Projektleiter des Phoenix-Sees. „Wasserbauhistorisch gehen wir also zurück in die Zeit vor der Industrialisierung.“ Die Stahlgeschichte Hördes greift außerdem ein Kunstwerk auf, dass im Frühling das Emscher-Ufer säumen soll: Mit der „Flüsterbrücke“ aus Stahlböden, wie sie in der alten Halle Afflerback produziert wurden, können Besucher über die Emscher „hinwegflüstern“. Aber auch in praktischen Aspekten findet die Stahlgeschichte Anklang: „Mit Emotion und Liebe zum Detail“ haben die Planer die Stahltreppe hinauf auf den Aussichtshügel entworfen.

Viele niedrige Stufen, die auch für Kinderbeine gut zu schaffen sind, führen auf die 42 Meter hohe Aussichtsplattform. Wer keine Treppen steigen mag, der kann den Ringweg den Hügel hinauf wählen. Von oben bietet sich den Besuchern eine herrliche Aussicht über den blau leuchtenden Phoenix-See und die 2,1 Kilometer langen Fahrrad- und Spazierwege drumherum. Am anderen Ende des Sees glitzert neben der türkisfarbenen Seekläranalge auch das Mündungsdelta von Hörder Bach und Emscher. Doch ganz perfekt ist die neu geschaffene Idylle noch nicht: Der Baggerlärm entlang des Weges verrät, dass bis zur Eröffnung am 9. Mai noch einiges geschehen muss: An der Halle Afflerbach entsteht Wohnbaugebiet, Straßen werden gebaut, Fußwege begradigt, Bänke positioniert und Informationsschilder angebracht – dann dürfen die Besucher kommen.

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