„Mit Schmackes“ im Kreuzviertel: Schwere Vorwürfe führten zu Kontrolle

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Die beliebte Kreuzviertel-Kneipe „Mit Schmackes“ ist am Mittwoch durch ein großes Aufgebot von Ordnungsamt und Polizei kontrolliert worden. Die Stadt erklärt jetzt, wie es dazu kam.

Dortmund

, 12.06.2020, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Diese Einsätze haben am Mittwoch (10.6.) für großes Aufsehen gesorgt: Zwei beliebte Fußball-Gastronomien in Dortmund sind am Abend von Ordnungsamt und Polizei kontrolliert worden.

Das „Mit Schmackes“ im Kreuzviertel – bei dem einer der Besitzer kein Geringerer ist als Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz – und das Strobels am BVB-Stadion an der Strobelallee. Besonders der Einsatz am „Mit Schmackes“ sorgte für Aufsehen und teilweise Unverständnis im Nachgang.

Bis zu sechs Einsatzwagen von Ordnungsamt und Polizei waren vor Ort zu sehen. Die Einsatzkräfte waren einem Hinweis aus der Bevölkerung gefolgt, heißt es von Stadtsprecher Maximilian Löchter. Und der beinhaltete wohl schwere Vorwürfe.

„Es handelte sich um Hinweise aus den Themenfeldern Lebensmittelhygiene, Betäubungsmittel, Subventionsbetrug, Datenschutz und der Coronaschutzverordnung“, führt er am Freitag (12.6.) auf Anfrage nochmal weiter aus.

Vor dem "Mit Schmackes" im Kreuzviertel waren am Mittwochabend einige Fahrzeuge des Ordnungsamts zu sehen. Auch Polizei war vor Ort.

Vor dem „Mit Schmackes“ im Kreuzviertel waren am Mittwochabend einige Fahrzeuge des Ordnungsamts zu sehen. Auch Polizei war vor Ort. © Bastian Pietsch

Deshalb seien an der Kontrolle durch das Ordnungsamt mehrere Fachbereiche beteiligt gewesen: Lebensmittelüberwachung, Gewerbeüberwachung und Steueramt. Genauer geht Löchter darauf nicht ein. Die Polizei leistete lediglich „Amtshilfe“, wie auch Polizeisprecherin Dana Seketa am Freitag noch einmal betont.

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Bei der Kontrolle der beliebten Kreuzviertel-Kneipe habe es allerdings „keine gravierenden Beanstandungen“ gegeben, sagte Löchter bereits im Einsatz-Nachgang am Donnerstag.

Dazu, welche Beanstandungen es genau gab, die vielleicht weniger gravierend erscheinen, wollte Löchter am Freitag aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Angaben machen. Bußgelder oder Anzeigen seien jedenfalls nicht veranlasst worden.

Im BVB-Biergarten „Strobels“, der zwischen 21 und 22 Uhr Besuch von den Einsatzkräften bekommen hat, handelte es sich laut Angaben der Stadt dagegen um routinemäßige Kontrollen.

Auch hier habe es keine größeren Beanstandungen gegeben. Und auch hier leistete die Dortmunder Polizei sogenannte Amtshilfe. „Die polizeilichen Maßnahmen beliefen sich nur auf Unterstützung“, formuliert es Polizeisprecherin Dana Seketa.

Seit dem 13. Mai dürfen Gastronomien unter strengen Auflagen wieder öffnen. Seitdem müssen sie sich immer wieder verstärkt auf Kontrollen durch das Ordnungsamt einstellen.

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