Mit Tempo 190 auf der B1 – und es kommt noch dicker

Nächtliche Verfolgungsfahrt

Als die Polizei in der Nacht einen Raser auf der B1 stoppt, werfen die Beamten einen Blick in den Rückraum des Wagens – und trauen ihren Augen nicht.

Dortmund

19.07.2019, 13:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Tempo 190 auf der B1 – und es kommt noch dicker

Zwei Kinder saßen im Fußraum des Wagens. © Polizei Dortmund

Polizeibeamte einer Zivilstreife trauten in der Nacht zu Donnerstag (18.7.) ihren Augen nicht: Auf der B1 in Höhe Aplerbeck hatte sie gegen 1.25 Uhr ein Auto mit hohem Tempo überholt. Nach einer nächtlichen Verfolgungsfahrt mit bis zu 190 km/h bei erlaubten 80 km/h, konnten sie den Raser aus Düsseldorf noch auf Dortmunder Stadtgebiet stoppen und zur Rede stellen.

Im Rückraum des VW-Golf saßen fünf Kinder im Alter von zwei Monaten, zwei, sieben, acht und elf Jahren. Drei von ihnen waren nicht angeschnallt. Zwei Jungen kauerten im Fußraum hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz.

Folgen für die Mutter?

Die Polizei untersagte die Weiterfahrt, weil die Fahrt in dem Golf mit mehr als fünf Insassen nicht erlaubt ist. Der Fahrer wird eine Geldbuße in Höhe von voraussichtlich 600 Euro zahlen und für drei Monate seinen Führerschein abgeben müssen. Derzeit wird geprüft, wie sich der 30-Jährige dafür zu verantworten hat, dass drei Kinder nicht angeschnallt waren.

Folgen hat die riskante Fahrt vermutlich auch für die Mutter der Kinder, die auf dem Beifahrersitz saß. Sie ist eine Verwandte des Fahrers und wäre ebenfalls in der Pflicht gewesen, die Kinder zu sichern.

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