Mit Trommeln und Trompeten gegen Kinderarbeit - Benefizkonzert für Simbabwe

mlzTerre des hommes

Um Kinderarbeit in Simbabwe einzudämmen, veranstaltet das Dortmunder Team des Kinderhilfswerkes terre des hommes im Herbst ein Benefizkonzert. Der Erlös fließt in die schulische Bildung.

von Anika Hinz

Hombruch

, 08.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter dem Motto "Ausbildung statt Arbeit und Armut" veranstaltet terre-des-hommes-Dortmund am 29. September ein Benefizkonzert in der evangelischen Kirche am Hombrucher Markt. "Das Projekt kommt rund 10.800 Kindern zugute und leistet einen substanziellen Beitrag zur Reduzierung ausbeuterischer Kinderarbeit in der Region", sagt Christel Pechtl. Sie ist terres-des-hommes-Korrepondentin und hat das Konzert gemeinsam mit Christel Brüggemeier ins Leben gerufen.

Es ist das erste Mal, dass ein Konzert dieser Art stattfindet. Im vergangenen Jahr wurden Spenden für Kinder im Südsudan gesammelt, allerdings mit einem Tennisturnier und Tombolas. "Dieses Jahr wollten wir eine neue Möglichkeit finden, um Gelder zu generieren", sagt Pechtl. Deshalb hat sie in der Weihnachtszeit vor dem Weltstand in der Hombrucher Innenstadt Kontakt zu Tobias Gromm gesucht. Er ist Leiter des Bläserkreises der Gemeinde und hat dafür gesorgt, dass das Konzert stattfindet. "Ich habe extra Lieder aus Afrika rausgesucht, um die Fröhlichkeit und Vielfalt des Kontinents zu zeigen. Es geht auch um Kulturaustausch", sagt er.

Nicht nur Bläser musizieren mit

Neben der kulturellen Vielfalt legt Gromm auch Wert auf ein breites musikalisches Spektrum. "Das Konzert soll weit über Blasmusik hinausgehen. Am liebsten hätten wir auch ein Klavier und Trommeln - eben eine bunte Mischung", betont er. Bis jetzt haben die Veranstalter zehn bis zwölf Musiker sicher. Es handelt sich bei ihnen um die Bläsergruppen der Gemeinde. Doch sie hoffen auf weitere Teilnehmer. Egal ob jung oder alt, musikalisch oder nicht: Jeder, der Lust hat, ist eingeladen, bei dem Konzert mitzumachen.

Zu den Musikern zählen auch die drei Schüler Jarne Leis (10), Thomas Sappik (9) und Lino Achdjian (10). Sie freuen sich zwar sehr auf das Konzert, blicken aber auch mit einem weinenden Auge auf den Grund der Veranstaltung. "Ich finde es unfair, dass Kinder so behandelt werden", sagt beispielsweise Lino. Und Jarne fügt hinzu: "Uns Kindern geht es hier in Deutschland so gut und denen in Afrika so schlecht. Das find ich echt schlimm!".

Die terre-des-hommes-Partnerorganisation "Coalition Against Child Labour in Zimbabwe" hat bereits 2007 ermittelt, dass bis zu 50 Prozent der fünf bis 17-Jährigen in Simbabwe Kinderarbeit leisten. Diese Zahl soll der Erlös des Benefizkonzertes eindämmen. "Das Geld fließt in den Kauf von Schulsachen und finanziert psychologische Betreuung", erklärt Christel Brüggemeier. Wer am 29. September mitmachen möchte, kann sich ab sofort unter Tel. 0231/75812560 oder per E-Mail an tobias.gromm@t-online.de anmelden.

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