Dieses Foto von "Tanzender Regenbogen" ist vor der Pandemie entstanden. Farbenfrohe Stimmung will der Verein aber auch im Lockdown verbreiten. © privat
Rosenmontag im Lockdown

Mit Video: Karnevalsverein tanzt im Gute-Laune-Video quer durch Dortmund

Man glaubt es kaum, aber am Montag (15.2.) ist Rosenmontag. Der Höhepunkt der Karnevals-Session entfällt im Lockdown. Ein Dortmunder Verein will trotzdem gute Laune zu den Dortmundern bringen.

Für viele Dortmunder Karnevalsfans fällt in diesem Jahr zumindest einer der Höhepunkte weg: Der Rosenmontag am 15. Februar findet Corona-bedingt nicht statt. Um trotzdem ein wenig gute Laune in die Szene und nach Dortmund zu tragen, hat der Verein „Tanzender Regenbogen“ nun ein Video aufgenommen, in dem es rund geht.

Mitglieder des Vereins tanzen darin mit Familie und Freunden – so wie es die Corona-Schutzverordnung erlaubt – eine gemeinsame Choreografie zum Lied „Jerusalema“ von Master KG.

Choreografie und Training ganz digital

„Wir dürfen ja nicht zueinander kommen“, sagt Tanztrainerin und zweite Vorsitzende von „Tanzender Regenbogen“, Claudia Wittkowski. Daher sei sowohl die Performance als auch die Vorbereitung digital abgelaufen.

Wittkowski habe einen Grundschritt vorgetanzt und gefilmt. Dieses Video sei dann als Grundlage an alle gegangen, die mitmachen wollten. Auch das Tanz-Training an sich sei aktuell ähnlich organisiert – mit Videos, die hin und her geschickt werden. „Damit das Training irgendwie weitergeht“, sagt Wittkowski.

Eigentlich wollte der Regenbogen vor den Dortmunder Wahrzeichen tanzen. „Das ging nun aber leider wegen des Schnees nicht“, bedauert Wittkowski. „Viele hätten das gern gemacht.“ Zu sehen seien die Wahrzeichen in dem Video dennoch.

Video soll Mut machen

Thomas Friers, erster Vorsitzender von „Tanzender Regenbogen“ betont, dass sich das Video an alle Dortmunderinnen und Dortmunder richte. „Wir haben ja alle mit derselben Situation zu tun. Das Video soll auch Mut machen.“

Der Verein halte sehr gut zusammen, erzählt er. „Wir haben keinen Mitgliederschwund.“ Rund 100 Menschen zählt „Tanzender Regenbogen“. Die machen sich, so erzählen es die beiden Karnevalisten auch mit Erinnerungsbilder und Videos aus einem Karneval vor Corona Hoffnung. „Sie helfen sich gegenseitig, bauen sich gegenseitig auf“, sagt Claudia Wittkowski.

Weil aber eben auch Freunde und Familienmitglieder mitgetanzt haben, sei das Video jetzt mehr als eine Insider-Aktion unter Karnevalisten. So loben die beiden auch das Engagement vieler anderer Dortmunder Vereine in der Krise.

Videos auf Youtube und Facebook

Zu sehen gibt es das neue Video von „Tanzender Regenbogen“ auf dem Youtube-Kanal von Thomas Friers. Auch im ersten Lockdown hat der Verein ein Video produziert, dass noch auf Facebook zu sehen ist.

Ob es in der kommenden Session wieder besser wird mit dem Dortmunder Karneval? „Die Hoffnung stirbt zuletzt – nicht nur, was den Karneval angeht“, sagt Thomas Friers.

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Redaktion Dortmund
Gut recherchierter Journalismus liegt mir am Herzen. Weil die Welt selten einfacher wird, wenn man sie einfacher darstellt. Um Zusammenhänge zu erklären, setze ich auf klaren Text und visuelles Erzählen – in Videos, Grafiken und was sonst dabei hilft.
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Bastian Pietsch

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