Noch steht das erste Obergeschoss im Ex-Kaufhofgebäude leer. Das wird sich in wenigen Wochen ändern. © RN
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Modehaus Sinn vergrößert sich im Ex-Kaufhof – Neuer Standort schon in Sicht?

Im Mai eröffnet, will die Modekette Sinn ihr Geschäft im früheren Kaufhof-Gebäude bereits vergrößern. Dazu nennt Sinn nun ein konkretes Datum – und lässt eine überraschende Ankündigung folgen.

Mit zahlreichen Filialen, darunter in Essen, Gütersloh und bald auch in Duisburg meldet sich die Sinn GmbH auf dem heimischen Modemarkt zurück. Und es geht weiter. Sinn will auch in Dortmund hoch hinaus.

Erst im Mai hat das Modehaus eine Filiale („Red Store“) im ehemaligen Kaufhof-Gebäude eröffnet. Wenige Monate später steht bereits fest: Sinn vergrößert sich. Bislang ist die Verkaufsfläche auf das rund 2500 Quadratmeter große Erdgeschoss beschränkt.

Das wird sich bald ändern: In wenigen Wochen nimmt Sinn auch das erste Obergeschoss (OG) dazu. Dann verdoppelt sich die Verkaufsfläche auf rund 5000 Quadratmeter.

Am Donnerstag, 9. September, soll es für die Kunden soweit sein. „Angesichts der aktuellen Lage sind wir mit der Nachfrage in Dortmund sehr zufrieden“, sagt Sinn-Chef Friedrich-Wilhelm Göbel. „sonst würden wir uns nicht vergrößern.“

Das Erdgeschoss soll ganz im Zeichen der Damenmode stehen. Das erste OG ist für Herrenmode, Wäsche und „eine echte Schnäppchen-Ecke“ reserviert. Dabei bleibt Sinn seinem „2nd Season-Konzept“ treu: Zum Verkauf stehen rund 100 Marken für Herbst- und Wintermode mit teilweise deutlichen Rabatten. Dabei handelt es sich um Ware, die wegen des vergangenen Shutdowns bisher kaum oder gar nicht in den Verkauf gelangt ist.

Modehaus stockt sein Personal im Ex-Kaufhof auf

Die Vergrößerung des Geschäfts ins erste OG hat auch Folgen fürs Personal: Sinn will seine derzeitige Mannschaft von knapp 40 auf rund 70 Beschäftigte aufstocken. „Wir stellen bereits Leute ein“, sagt Göbel.

Weil die frühere Kaufhof-Immobilie weitgehend leersteht, hat Sinn gleich auch das 2. OG angemietet. Allerdings als Lagerfläche und nicht für den Verkauf. Für einen Einzelnutzer wie Sinn sei das Haus zu groß, hatte die Hagener Modekette immer wieder betont.

Nach der Schließung von Kaufhof im Oktober 2020 stand das Gebäude eine Zeitlang fast komplett leer – bis dato ist offen, wie die angedachten Um- oder sogar Neubaupläne tatsächlich aussehen.

Dieses Szenario im Hintergrund, war von Beginn an klar, dass die ehemalige Kaufhof-Immobilie für Sinn nur eine Zwischenstation sein würde. Deshalb ist der Mietvertrag bis Ende 2022 begrenzt.

Endgültige Adresse soll bis Jahresende feststehen

Was bislang nicht bekannt war: Im Mietvertrag ist festgehalten, dass Sinn unter Umständen auch länger bleiben kann – beispielsweise für den Fall, dass sich das Umbauprojekt zeitlich verzögert. Das wiederum könnte Sinn mehr Zeit verschaffen.

Das Modehaus war bereits bis 1999 in der Dortmunder City ansässig. Damals noch unter dem Namen SinnLeffers. Künftig will der Modeanbieter in einer eigenen, festen Dependance zurück an den Westenhellweg – und führt daher seit geraumer Zeit Gespräche mit verschiedenen Immobilien-Eigentümern. Unter anderem mit der R+V-Versicherung, in deren Gebäude zuletzt die Mayersche Buchhandlung untergebracht war.

Inzwischen ist die Immobilie leergezogen. „Wir benötigen rund 6000 Quadratmeter Fläche“, sagt Sinn-Chef Göbel – und sorgt für eine Überraschung: Spätestens bis Ende des laufenden Jahres solle feststehen, an welcher Adresse in der City sich Sinn endgültig niederlasse.

„Möglicherweise können wir sogar schon im September etwas verkünden“, sagt Göbel, der ansonsten Stillschweigen bewahrt. Auch auf die Frage, ob es bereits einen Vorvertrag gebe. „Kein Kommentar“, so Göbel.

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Jahrgang 1961, Dortmunder. Nach dem Jura-Studium an der Bochumer Ruhr-Uni fliegender Wechsel in den Journalismus. Berichtet seit mehr als 20 Jahren über das Geschehen in Dortmunds Politik, Verwaltung und Kommunalwirtschaft.
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