Mordkomplott gegen Lehrer: Staatsanwaltschaft nennt ihre Forderung

mlzPlädoyers am Landgericht

Drei Jugendliche sollen versucht haben, einen Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dorstfeld zu ermorden. Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer gehalten.

Dortmund

, 13.05.2020, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Prozess um den mutmaßlichen Mordversuch an Lehrer Wolfgang Wittchow wird seit Ende Januar 2020 unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Der Grund dafür ist das junge Alter der Angeklagten. Alle drei waren zur Tatzeit noch minderjährig.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, den Lehrer in ein Hinterhalt gelockt zu haben, um ihn dort mit einem Hammer zu erschlagen. Da Wittchow jedoch sofort ein ungutes Gefühl hatte, hatte er den Jugendlichen zu keiner Zeit den Rücken zugedreht. Möglicherweise rettete ihm dies das Leben.

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Einer der Angeklagten soll bereits am ersten Verhandlungstag jede Tötungsabsicht von sich gewiesen haben. Die Staatsanwaltschaft glaubt ihm das jedoch nicht. In den am Mittwochnachmittag gehaltenen Plädoyers forderte der Anklagevertreter für alle drei Angeklagten eine Verurteilung wegen versuchten Mordes.

Zur beantragten Strafhöhe machte Gerichtssprecher Thomas Jungkamp nur vage Angaben. Für einen der Angeklagten sei eine Strafe beantragt worden, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Bei den anderen sei das anders. Lehrer Wolfgang Wittchow hatte dagegen zu Prozessbeginn erklärt, er wünsche sich eine „Strafe, die sich in Jahren bemisst und nicht in Monaten“.

Noch im Mai plädieren die Verteidiger, das Urteil folgt im Juni.

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