Laufende Gespräche über legale Mountainbike-Strecke in Dortmunds Wäldern

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Mountainbiker sind im Dortmunder Süden oft nicht beliebt. Dabei gibt es eine Lösung zum harmonischen Miteinander zwischen Spaziergängern und Mountainbikern, so die Stadt Dortmund.

von Alexandra Wachelau

Syburg

, 22.09.2020, 04:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwar sind die Amtstage von Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris gezählt, doch eine seiner Anfragen könnte auch in Zukunft das Bild in Hörde bestimmen – zumindest in den Wäldern von Syburg. Dort fallen immer häufiger und immer negativer Mountainbiker auf, die abseits der Wege durch den Wald fahren.

Weder Verbotsschilder noch blockierende Forstschnitte helfen, so Planungsdezernent Ludger Wilde. Nun soll eine legale Strecke – von Mountainbikern entworfen – in die Wälder des Südens kommen.

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Geplante Strecke läuft durch Hörde und Hombruch

Laut Stadtsprecher Christian Schön soll die geplante Strecke dabei durch die Forstorte „Wannebachtal“, „Reichsmark“, „Romberg-Holz“, und „Bittermark“ führen – und zwar nicht nur durch Hörde, sondern auch durch Hombruch.

Das Streckenkonzept sei dabei von einer Gruppe organisierter Mountainbiker entwickelt worden.

„Die Städtische Forstverwaltung des Umweltamtes und die ‚Untere Naturschutzbehörde‘ halten das Konzept für grundsätzlich realisierbar, wenn noch einige Änderungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Sicherstellung des Arten- und Biotopschutzes vorgenommen werden“, sagt Schön.

Allerdings fehle zur Realisierung dieser Strecke noch die Zustimmung des Naturschutzbeirats der Stadt Dortmund.

Ein runder Tisch soll nun einen Kompromiss zwischen Mountainbiker und den ehrenamtlichen Mitgliedern des Naturschutzbeirates finden, so der Stadtsprecher. „Neben dem Umweltamt mit mehreren vertretenen Abteilungen werden auch BV-Vertreter, Polizei und Ordnungsamt mit am Tisch sitzen“, so Christian Schön. Der Termin hierfür sei im November angelegt.

Mountainbiker werden immer mehr

Der momentane Zustand der Mountainbiker-Strecken hat vor allem in der Vergangenheit für Ärgernisse gesorgt. Ludger Wilde fasst die Problematik von sogenannten „illegalen Cross-Strecken“ zusammen: „Das Fahren abseits der Wege beschädigt die Waldböden und Pflanzen und stört das empfindliche Waldökosystem“, schreibt Wilde in der Mitteilung vom 20. August.

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Und das sei noch nicht alles. Für selbst gebaute Sprungschanzen oder Steilkurven würden manche Mountainbiker sogar den Waldboden ausgraben, aufschichten oder Holz und andere Naturstoffe bewegen, beschreibt Wilde weiter.

Obwohl es in NRW verboten ist, abseits fester Wege im Wald Rad zu fahren, würde die Intensität der Radfahrer im Wald zunehmen. Damit hat auch die Corona-Pandemie zu tun. „Die bewaldeten Hänge des Ardeygebirges sind besonders beliebt bei Mountainbikern.“

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