Museums-Saurier soll im Rombergpark „ausgewildert“ werden

mlzAusgediente Skulptur

34 Jahre stand der Styracosaurus im Naturkundemuseum der Stadt. Jetzt soll die Saurier-Skulptur einen neuen Standort in freier Natur bekommen – im Botanischen Garten Rombergpark.

Dortmund

, 01.09.2018, 04:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit fast vier Jahren fristet er ein eher trauriges Dasein in einem städtischen Depot. Denn als Ausstellungsstück im Naturkundemuseum hat der Styracosaurus ausgedient. Weil er aus Nordamerika stammt, passt er nicht mehr in das neue Konzept des Museums, das sich auf die heimische Natur konzentriert.

Ursprünglich dachte man bei der Stadt daran, das Abbild des Urviechs, das vor gut 30 Jahren von einem italienischen Bildhauer geschaffen wurde, in gute Hände an eine Schule oder eine andere Kinder- und Jugendeinrichtung abzugeben. Allerdings wäre dafür viel Platz nötig: Die Dino-Skulptur ist 5,50 Meter lang, 1,30 Meter breit und 2,70 Meter hoch. Mit der Unterkonstruktion aus Stahl kommt das gesamte Werk auf eine Höhe von gut drei Metern.

Platz am Sumpfzypressen-Teich

Ein neuer Standort war unter diesen Rahmenbedingungen schwer zu finden. Deshalb denkt man jetzt darüber nach, den Saurier gewissermaßen in die freie Natur auszuwildern. Er soll im Botanischen Garten Rombergpark einen neuen Platz bekommen – in einem natürlichen Umfeld, das seiner heimatlichen Umgebung entspricht.

Ausgeguckt ist der Sumpfzypressen-Teich, der am Zusammenfluss von Pferdebach und Schondelle im Nordosten des Parks angestaut wurde. Denn die Echte Sumpfzypresse, die hier wächst, stammt wie der Styracosaurus ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika.

Die gemeinsame Überlegung der städtischen Kulturbetriebe und der Sport- und Freizeitbetriebe als Träger des Botanischen Gartens Rombergpark ist, den Saurier geschützt in ein Diorama zu stellen, also eine künstlich gestaltete Landschaft, die dem natürlichen Vorbild entspricht. An Details wird noch gefeilt. Seit November 2017 gibt es am Sumpfzypressen-Teich schon eine Aussichtsplattform für die Naturbeobachtung – künftig dann auch mit Blick auf den Styracosaurus.

Ein Saurier bleibt im Museum

Dessen alter Nachbar im Naturkundemuseum, der Iguanodon, bleibt übrigens an seinem angestammten Platz. Weil er in der Kreidezeit in unseren Gefilden zuhause war, passt er weiterhin ins Museumskonzept und wird wie früher die Besucher des Naturkundemuseums im Lichthof des umgebauten Hauses empfangen.

Gut verpackt wartet die Iguanodon-Nachbildung im Lichthof des Naturkundemuseums auf ein Ende der Bauarbeiten.

Gut verpackt wartet die Iguanodon-Nachbildung im Lichthof des Naturkundemuseums auf ein Ende der Bauarbeiten. © Menne

Dort steht die riesige Saurier-Nachbildung auch jetzt schon, ist aber seit Beginn der Umbauarbeiten im Museum vor fast vier Jahren zum Schutz vor Staub dick verpackt. Wenn die Handwerker irgendwann in den nächsten Wochen die Baustelle endgültig verlassen, kann er wieder ausgepackt werden, kündigte Museumschefin Dr. Elke Möllmann an.

Dann entsteht um ihn herum die neue Dauerausstellung, was etwa ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Wann der Iguanodon wieder für die Öffentlichkeit zu sehen ist, ist damit weiterhin unklar. Frühestmöglicher Eröffnungstermin für das „neue“ Naturkundemuseum ist der Herbst 2019.

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