Museumsnacht: Himmlische Höhenflüge

DORTMUND Wie ein Rattenfänger zogen die sieben Trommler vom französischen Straßentheater „Transe Express“ die Menschen durch die Stadt auf den Friedensplatz hinter sich her. Auch im Konzerthaus-Foyer sorgten sie für Stimmung, bevor sie mit einer Parade auf den Platz zogen, der zum Open-Air-Höhepunkt der 7. Museumsnacht schwarz vor Menschen war.

von Von Julia Gaß

, 16.09.2007, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Museumsnacht begeisterte 33000 Menschen.

Die Museumsnacht begeisterte 33000 Menschen.

Von den französischen Kulturtagen 2000 ist das Theater noch bestens in Erinnerung. Sieben Trommler, die wie Zinnsoldaten aussahen, zog ein Kran in 30 Metern Höhe als menschliches Mobile zu einer Luftparade in den Nachthimmel. Und zehn Meter über den Köpfen der Zuschauer zeigte Pignouf, der Dummkopf, Trapezakrobatik. Das Open-Air mit anschließendem Feuerwerk vor dem alten Stadthaus war der optische Höhenflug der mediterranen Nacht.

Mit 33.000 Besuchern war diese Museumsnacht deutlich schwächer als im Vorjahr. 43.000 Menschen stellten 2006 einen Rekordbesuch auf. Es war aber nicht die schwächste Nacht. „Wir sind sehr zufrieden“, so Organisatorin Kerstin Keller-Duisberg.

Viele haben die Nacht in den Vororten begonnen – die meisten Innenstadt-Einrichtungen füllten sich erst am späten Nachmittag. Noch mehr junge Leute waren in diesem Jahr unterwegs, und das Licht zog sie an wie die Motten. Wegen Überfüllung immer wieder geschlossen war die Reinoldikirche, die Jörg Rost – wie auch das alte Stadthaus und die Hörder Burg – in faszinierendes Licht getaucht hatte. Auch auf den Altarstufen und dem Orgelspieltisch saßen Menschen, als Klaus Müller sein Orgelkonzert spielte.

Guten Zulauf hatten auch die Moscheen, die Museumsnacht-Debütanten waren. Die Besucher nutzten die einmalige Gelegenheit, eine fremde Welt kennen zu lernen.

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