Mutmaßlicher Vergewaltiger will vor Gericht erst einmal nichts sagen

mlzGerichtsprozess

Im August 2019 soll ein 24-jähriger Mann aus Essen eine junge Dortmunderin vergewaltigt haben. Vor Gericht will er dazu lieber nichts sagen.

Dortmund

, 20.12.2019, 10:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im August 2019 soll ein 24-jähriger Mann aus Essen eine junge Dortmunderin vergewaltigt haben. Am Donnerstag (19.12.) war Prozessbeginn vor dem Dortmunder Landgericht.

Der Angeklagte hatte die Frau offenbar wenige Tage vor der angeklagten Tat über eine Dating-App im Internet kennengelernt. Während die Frau aber sehr schnell gemerkt haben soll, dass sie von dem Mann doch nichts wissen wollte, ließ der 24-Jährige anscheinend nicht locker.

Am 3. August soll er dann plötzlich vor der Wohnungstür der Frau an der Mallinckrodtstraße aufgetaucht sein. Unter einem Vorwand („Ich habe schlimme Bauchschmerzen und muss mal zur Toilette“) soll er geschafft haben, dass die Dortmunderin die Tür öffnete. Und in der Wohnung offenbarte er dann laut Staatsanwaltschaft seine wahren Absichten.

Dortmunderin hatte Angst vor der Waffe

Zunächst soll der 24-Jährige versucht haben, die Frau zur Herausgabe ihres Smartphones zu drängen. Als dies nicht klappte, bewaffnete er sich angeblich mit einem Messer und zwang die Dortmunderin dazu, ihn sexuell zu befriedigen. Immer wieder soll die Frau klar und deutlich gesagt haben, dass sie das nicht möchte. Aus Angst vor der Waffe soll sie die sexuellen Übergriffe jedoch über sich ergehen lassen haben.

Auf die Frage, ob sich der Angeklagte zu den Vorwürfen äußern werde, antwortete Verteidiger Ulrich Bambor: „Wir behalten uns das vor.“ Sehr wahrscheinlich will der 24-Jährige also erst einmal abwarten, bis das mutmaßliche Opfer im Zeugenstand befragt worden ist.

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