MyHammer: Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität hat Firmenauskunft24 im Blick

Firmenauskunft24

Ein Ehepaar beschuldigt Firmenauskunft24: Das Online-Firmenverzeichnis soll sich als MyHammer ausgegeben haben. Seine Masche ist auch dem Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität bekannt.

Huckarde

, 15.11.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
MyHammer: Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität hat Firmenauskunft24 im Blick

Ein Dortmunder Ehepaar bekam Post von Firmenauskunft24: eine Rechnung für eine Leistung, die es gar nicht wollte. © Nina Dittgen

Almira und Ibrahim Saliju aus Huckarde sind geschockt, als sie eine Rechnung von Firmenauskunft24 erhalten. Eigentlich hatte das Ehepaar nach dem Anruf eines Mitarbeiters ein schriftliches Abo-Angebot des Handwerkerportals MyHammer erwartet. Dort ist Ibrahim Saliju registriert. Doch der Anrufer arbeitet offenbar für das Online-Firmenverzeichnis Firmenauskunft24.

Das Unternehmen mit Sitz in Emmerich distanzierte sich auf Anfrage von dem Vorwurf, sich als MyHammer ausgegeben zu haben.

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Firmenauskunft24 ist dem Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität (DSW) bekannt. „Wir haben einige Fälle vorliegen und wissen auch, dass die Firma Betroffene häufig verklagt“, sagt DSW-Sprecher Peter Solf. „Neu ist der unzulässige Bezug auf MyHammer.“

Der DSW rät Betroffenen, eine Rechnung des Unternehmens anzufechten und auf anwaltliche Hilfe zurückzugreifen. „Solche Unternehmen kontaktieren die Gewerbetreibenden kalt“, erklärt Solf. „Im Telefongespräch versuchen sie, das Vertrauen des Angerufenen zu gewinnen und ihm ein ‚Ja‘ zu entlocken. Dann hat er schnell einen Vertrag abgeschlossen, obwohl er das nicht so will.“

Teils würden Gesprächsaufzeichnungen zusammengeschnitten, um den Vertragsabschluss zu sichern. „Das ist dann natürlich strafrechtlich zu verfolgen.“ Die Salijus haben die Tonaufnahme von Firmenauskunft24 angefordert.

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