Nach 13 Jahren: Heinrich-Böll-Gesamtschule bekommt neuen Brunnen

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Was lange währt, wird endlich gut: Die Heinrich-Böll-Gesamtschule bekommt nach 13 Jahren ihren neuen Brunnen. Im Herbst 2020 soll er fertig sein – so soll er aussehen.

von Uwe Paulukat

Lütgendortmund

, 11.12.2019, 06:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Brunnenanlage auf dem Schulhof der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Lütgendortmund gibt es seit den 1980er-Jahren. Wegen hoher Wasser- und Reparaturkosten musste er allerdings 2007 stillgelegt werden: der Beginn einer unendlichen Geschichte.

Die Brunnenschnecke verlor seit der Stilllegung immer mehr Steine. Im Sommer 2013 sperrte die Stadt Dortmund den „Gefahrenbereich“ komplett. Im Herbst 2013 dann der Lichtblick für die beliebte Brunnenanlage: Die Schule gewinnt 3000 Euro für die Sanierung.

Schulhofsanierungs-AG kann nicht viel tun

„Wir haben damals eine Schulhofsanierungs-AG gegründet“, erzählt Lehrer Dirk Kohlhage. „Die Schüler sind mit großem Einsatz an die Sache herangegangen.“ Trotzdem ging es nicht voran.

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„Erster Termin für die Sanierung war Sommer 2015. Abgesagt. Nächster Termin Herbst 2017. Abgesagt. Selbst die eingeschalteten Politiker der Bezirksvertretung hatten keinen Erfolg“, erklärt Schulleiter Tobias Schnittker. Dabei habe die Finanzierung für den neuen Bachlauf bereits 2016 gestanden.

Erst jetzt gibt es gute Nachrichten: Die Landschaftsgärtner des Tiefbauamtes der Stadt haben den alten Brunnen abgerissen und bearbeiten das Umfeld.

Brunnen wird ein Gesellenstück

Auszubildende der Bereiche Bauobjekttechnik und Vegetationstechnik sind unter Anleitung von Fachkräften am Bau des neuen Brunnens beteiligt. Im Frühjahr soll Baubeginn sein.

Nach 13 Jahren: Heinrich-Böll-Gesamtschule bekommt neuen Brunnen

Mechthild Gith in rosa-farbener Schürze goss zu ihrem Abschied etwas Wasser in die unbenutzbare Quelle auf dem Schulhof. © Holger Bergmann

„Hier lernen die Auszubildenden in der Praxis, welche Arbeiten später auf sie zukommen. Der neue Brunnen wird für sie so etwas wie ein Gesellenstück“, sagt Ausbildungsleiter Sebastian Porzybot.

In der Planung für das neue Areal wurde auch die aktuelle Schulhof-AG mit einbezogen. Denn von der damaligen AG ist kaum noch ein Schüler an der Heinrich-Böll-Gesamtschule.

Der neue Brunnen ist kleiner als der alte

Zumindest auf dem Papier gibt es den neuen Brunnen schon. Er wird etwas kleiner als der alte, der Wasserlauf wird neu gestaltet und erhält ein Ufer mit Schilf.

„Aus dem alten Becken am Ende des alten Bachlaufs soll einmal ein Klassenzimmer unter freiem Himmel werden. In die Mitte kommt ein großer Stein, aus dem dann Wasser fließen soll“, sagt Schnittker.

Lehrer Dirk Kohlhage ist stolz auf seine Schüler. Sie haben einen Teil der alten Steine des Brunnens gesammelt und gereinigt. Die sollen wieder verwendet werden. „Der alte Brunnen soll im neuen Brunnen weiterleben.“

Nach 13 Jahren: Heinrich-Böll-Gesamtschule bekommt neuen Brunnen

So könnte der neue Bachlauf an der Heinrich-Böll-Gesamtschule aussehen. © Stadt Dortmund

Etwa 100.000 Euro kostet der Neubau. Zur Einweihung mit einer Party im Herbst 2020 soll auch Mechthild Gith, die ehemalige Schulleiterin, eingeladen werden.

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„Sie hatte sich gewünscht, dass vor ihrem Ruhestand der Brunnen wieder fließen sollte“, sagt Schnittker. Mit Verspätung wird der Traum vom neuen Brunnen dann doch wahr.

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