Nach 15 Jahren Schulleitung an der Eintracht Grundschule: Frau Möckel macht Schluss

mlzEintracht Grundschule in Holzen

Verabschiedung einer Schulleitung: Die Schüler trommelten und sangen. Es gab Blumen und ein kaltes Büffet. Und dann war da noch eine Art Hippie-Truppe, die Lieder von Abba umgedichtet hatte.

Holzen

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Irmgard Möckel wirkt zufrieden und aufgeräumt. „Es ist schön, dass ich selber entscheiden konnte, wann ich gehen konnte“, sagt die Schulleiterin der Eintracht Grundschule in Holzen. 15 Jahre lang hat sie die Geschicke der Schule geführt, 40 Jahre war die bald 63-Jährige insgesamt im Schuldienst - jetzt ist Schluss.

Nach 15 Jahren Schulleitung an der Eintracht Grundschule: Frau Möckel macht Schluss

Im Vorraum der Schule gab es ein Buffet und zahlreiche Glückwünsche und Geschenke. © Bauerfeld, Jörg

„Ich freu mich, dass ich diesen Rucksack jetzt abgeben kann“, sagt Irmgard Möckel. „Es ist einfach mit den Jahren zu viel geworden.“ Denn, neben der Tätigkeit als Schulleiterin war sie auch sieben Jahre Sprecherin der Dortmunder Grundschulen. All das hat Zeit und Nerven gekostet. Aber sie scheint es nicht schlecht gemacht zu haben, das zeigte die offizielle Verabschiedung am Donnerstag (11.7.).

Los ging es mit der Verabschiedung in der Turnhalle

Erst in der Turnhalle, morgens. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler ihre ganz spezielle Abschiedsvorstellung organisiert. Es wurde getrommelt und gesungen und viel gelacht. „Das macht mich schon Stolz, dass sich alle so viele Mühe gemacht haben“, sagt Möckel. Aber nicht nur die Schüler hatten alles gegeben. Auch das Lehrerkollegium sorgte mit einem spektakulären Auftritt für feuchte Augen bei Irmgard Möckel.

Nach 15 Jahren Schulleitung an der Eintracht Grundschule: Frau Möckel macht Schluss

Morgens in der Turnhalle bei der Verabschiedung durch die Schüler. Irmgard Möckel und Dieter Kujawski im Liegestuhl. © privat

In wochenlanger „Hausarbeit“ hatten die Lehrerinnen und Lehrer Songs der Pop-Gruppe Abba ihrer Schulleiterin „auf den Leib“ geschrieben. Heraus kam ein Medley, wie es das zuvor noch nie gegeben hat. Klare Sache, dass das Lehrerkollegium im chilligen 80er-Look daher kam - und die Lieder schmetterte.

Zunächt gibt es eine komisarische Schulleitung

Man mag sich eben, Schulleitung und Kollegium. „Die sind klasse, die könnten das auch ganz alleine“, sagt Irmgard Möckel, was die Nachfolge der Schulleitung angeht. Stephanie Klein wird die Leitung erstmal kommissarisch übernehmen, irgendwann gibt es wieder eine feste Schulleitung. Irmgard Möckel weiß wohl schon wer es sein wird, verrät es aber noch nicht.

Nach 15 Jahren Schulleitung an der Eintracht Grundschule: Frau Möckel macht Schluss

Das Lehrerkollegium beim Auftritt. Der Herr mit der blonden Perücke, Dieter Kujawski, geht im Übrigen auch in den Vorruhestand © Bauerfeld, Jörg

Bei Irmgard Möckel fing alles mit dem Studium an: Deutsche und Evangelische Theologie und Didaktik. Dann ein Ergänzungsstudium Sport. Und die Schulen? „Ich bin quer durch Dortmund gekommen“, sagt Irmgard Möckel. Los ging’s in Eving 1979 an der Graf-Konrad Grundschule. „Damals war das gar nicht selbstverständlich, dass man eine Stelle bekommen hat“, sagt die Holzener Schulleiterin. „Als ich in Scharnhorst als Referendarin anfing, hat die damalige Schulleiterin gesagt, ich bräuchte gar nicht für die Prüfung zu lernen, es gäbe eh keine Stellen.“

Im Nordosten von Dortmund begann die Lehrer-Karriere

Von Eving ging es dann wieder zurück nach Scharnhorst und dann 12 Jahre an die Erich-Kästner-Schule nach Brackel. Da kam dann auch der Gedanke auf, es mal mit der Schulleitung auszuprobieren. Eine Konrektoren Stelle gab es dann in Wickede und von da ging‘s ab nach Holzen. Hier ist jetzt Feierabend mit Schule. Aber die Verbindung nach Holzen wird bleiben. „Ich bin ja noch Mitglied im Förderverein und komme gerne zu Schulfeiern und Festen wieder.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt