Nach Aus für Eurobahn: Jetzt droht Rechtsstreit um S-Bahn-Linien S1 und S4

Eurobahn und VRR

Am Mittwoch hatte der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) den Vertrag mit dem Eurobahn-Betreiber Keolis für die S-Bahn-Linien 1 und 4 gekündigt. Jetzt reagiert das Unternehmen.

Dortmund

, 19.09.2019, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Aus für Eurobahn: Jetzt droht Rechtsstreit um S-Bahn-Linien S1 und S4

Fahrzeuge der Eurobahn sollten eigentlich bald auf den S-Bahnlinie S1 und S4 durch Dortmund fahren. Doch daraus wird erst einmal nichts. © Peter Bandermann (Archivbild)

Die Entscheidung kam überraschend: Zwölf Wochen vor dem geplanten Betreiberwechsel hat der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) den Vertrag für den Betrieb der S-Bahnlinie 1 und 4 mit dem Unternehmen Keolis gekündigt. Eigentlich sollte dessen Tochter Eurobahn ab dem 15. Dezember die Linie S1 und S4 betreiben. Doch daraus wird nun nichts.

Die Begründung des VRR für das Aus: Keolis habe in den bisherigen Gesprächen nicht garantierten können, dass es genug Personal für den Betrieb der S-Bahnen habe. Stattdessen soll nun der bisherige Betreiber DB Regio per Notvergabe damit beauftragt werden, weiterzufahren. Zugleich wird der Auftrag für den S-Bahn-Betrieb europaweit neu ausgeschrieben.

Keolis von VRR-Entscheidung überrascht

Doch Keolis will sich mit dem Aus, von dem man selbst erst aus Online-Medien erfahren haben will, nicht abfinden. Man sehe die überraschende Vertragskündigung als unbegründet an und prüfe nun rechtliche Schritte, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Man sei bereits seit 2016 aktiv mit den Vorbereitungen für die Übernahme des S-Bahn-Betriebs beschäftigt, erklärt Keolis. Dabei habe man sich auch bereits früh der „großen branchen- und deutschlandweiten Herausforderung des Fachkräftemangels“ angenommen.

Keolis behalte sich alle Optionen offen, die Entscheidung des VRR anzufechten.

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