Die Polizei wird in diesem Jahr beim Abbrennen von Pyrotechnik genauer hinschauen (Symbolbild). © picture alliance/dpa
Silvester

Nach Horrorverletzung mit illegalem Böller: Polizei schaut diesmal genau hin

In Deutschland darf man in diesem Jahr keine Raketen und Böller kaufen. Aber auch im Ausland und online lassen sich Feuerwerkskörper besorgen. Die Polizei will bei Kontrollen genau hinschauen.

Vor Kurzem hat es in Dortmund einen Zwischenfall mit einem illegalen Böller gegeben. Ein junger Mann musste wegen einer Garagen-Explosion mit Verbrennungen dritten Grades auf die Station für Schwerbrandverletzte des Klinikums Nord eingeliefert werden. Im Klinikum befürchtet man, dass durch das diesjährige Feuerwerksverkaufsverbot die Zahl der Verletzten durch illegale Böller steigt.

Die Polizei hat in den vergangenen Tagen noch keine Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern bemerkt. „Bisher sind uns keine weiteren Fälle bekannt, bei denen illegale Böller oder Ähnliches zum Einsatz kamen“, sagt Sprecherin Nina Kupferschmidt. Von einer besonderen Gefahr gehe man deshalb nach aktuellen Erkenntnissen nicht aus.

Bußgeld droht

An Silvester wollen die Beamten aber genau hinschauen, was in der Öffentlichkeit angezündet wird. Wenn die Kollegen auffällige Feuerwerkskörper bemerkten, die beispielsweise besonders laut seien, gingen sie dem entsprechend nach, meint Kupferschmidt und ergänzt: „Wir sind bei diesem Thema auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.“

Illegalen Böllern fehlt meist das nötige Siegel, damit man sie in Deutschland nutzen kann. Wer beim Anzünden von illegalem Feuerwerk erwischt wird, dem droht ein Bußgeld. Die Höhe hängt dabei von der Schwere des Vergehens ab und wird von der Stadt festgesetzt.

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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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