Polizei und Ordnungsamt kontrollierten am Freitagnachmittag (11.12.) verstärkt die Maskenpflicht auf dem Westenhellweg. © Maximilian Konrad
Corona-Pandemie

Nach Lockdown-Ankündigung: Verstärkte Kontrollen auf dem Westenhellweg

Auf die Ankündigung von Ministerpräsident Armin Laschet am Freitagmittag, schnellstmöglich einen harten Lockdown zu verhängen und Geschäfte zu schließen, hat die Stadt Dortmund umgehend reagiert.

Auch Mitarbeiter der Dortmunder Stadtverwaltung haben die Videokonferenz am Freitagmittag (11.12.) verfolgt, bei der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auf einen schnellstmöglichen harten Lockdown drängte – einschließlich der weitgehenden Schließung des Einzelhandels.

Selbst wenn Laschet diese Maßnahme noch mit den anderen Bundesländern absprechen möchte, reicht wohl allein die Ankündigung, Menschen in die City zu treiben, um noch schnell ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Deshalb reagierte die Stadt bereits am frühen Freitagnachmittag und stellte sicher, dass die Corona-Schutzverordnung unter anderem auf dem Westenhellweg eingehalten wird.

„Unsere Konzepte sind vorbereitet und erprobt“, sagte Stadtsprecher Maximilian Löchter mit Hinweis auf den Kundenansturm am Black Friday. Löchter: „Das hat uns gezeigt, dass wir Vorkehrungen treffen müssen. Die Einsätze laufen schon; denn die Leute haben gleich Feierabend und werden sicherlich die Möglichkeit zum Einkaufen nutzen.“

Absperrbarken stehen bereit

Wie schon an den vorangegangenen Wochenenden stehen am Westenhellweg Absperrbarken bereit – nicht um Dortmunds wichtigste Einkaufsmeile zu sperren, sondern um im Fall des Falles die Besucherströme zu regulieren. Dort, wo es sich besonders drubbelt, werden die Seitenstraßen zum Westenhellweg zumindest zeitweise abgesperrt.

Abhängig von der Zuspitzung der Situation werde das Ordnungsamt seine Kräfte vor Ort verstärken, kündigte Löchter an. Bei Kontrollen gemeinsam mit der Polizei achte man auf die Einhaltung von Maskenpflicht und Abstand.

Um 14.30 Uhr am Freitag wurden bereits Menschen, die gegen Corona-Regeln verstießen, des Platzes verwiesen. Die Geschäfte wurden darauf hingewiesen, auf ihr „Schlangenmanagement“ vor den Eingängen zu achten.

Die Polizei hat am Freitagabend angekündigt, auch am Samstag „verstärkt, sichtbar und konsequent“ in der Innenstadt vor Ort zu sein und die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren.

Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen appelliert zudem an die Menschen, auch die Randzeiten beim Einkaufen zu nutzen – also schon um 10 Uhr morgens und am späten Nachmittag bis abends – und so den Tag zu entzerren.

OB: „Wir sind das ja nicht anders gewohnt“

Auch wenn die Stadt gerüstet ist – die sprunghafte Entwicklung zum Wochenende mit der plötzlichen Kehrtwende des Ministerpräsidenten hat wenig Begeisterung in der Verwaltungsspitze ausgelöst. „Wir sind das ja nicht anders gewohnt“, sagte spontan Oberbürgermeister Thomas Westphal auf Nachfrage.

„Wir sind auf diese dynamische Lage vorbereitet“, betonte der OB. „Für uns als Stadt Dortmund ist aber nur verwertbar, was wir auch als Anweisung zugestellt bekommen, und nicht, was in einer Pressekonferenz gesagt wird. Hier zeigt sich erneut der Mangel, dass die Kommunen bei Entscheidungen des Landes im Vorfeld nicht zur Beratung herangezogen werden.“

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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