In diesem Haus in der Wittelsbacher Straße waren zwei Reptilien-Experten zwei Wochen lang auf der Suche nach einer möglichen Giftschlange. © Dennis Werner
Tier könnte giftig sein

Nach Schlangen-Alarm: Bisher kein Tier im Keller des Wohnhauses gefunden

Ein Mehrfamilienhaus im Dortmunder Saarlandstraßenviertel musste an Silvester geräumt werden. Es gibt den Verdacht, dass eine giftige Schlange im Gebäude ist. Das ist der aktuelle Stand.
  • In einen Wohnhaus in der Wittelsbacher Straße ist an Silvester eine Schlangenhaut gefunden worden.
  • Da nicht auszuschließen war, dass die Schlange noch im Haus und möglicherweise giftig ist, wurde das Haus evakuiert.
  • Acht Mietparteien mussten an Silvester woanders unterkommen.
  • An Neujahr, abends, durften sie in ihre Wohnungen zurückkehren.
  • Reptilien-Experten haben Fallen ausgelegt, die sie regelmäßig prüfen

Aktualisierung Montag, 15.30 Uhr:

Auch zum Beginn der neuen Woche ist die Situation im Wohnhaus der Wittelsbacher Straße unverändert: Nach wie vor ist keine Schlange gefunden worden, der Keller bleibt weiterhin versiegelt. Laut einer Sprecherin der Dogewo würde täglich ein Expertenteam in dem Haus vorbeischauen, um die im Keller ausgelegten Fallen – etwa verstreutes Mehl und gespannte Klebestreifen – zu überprüfen.

Aktualisierung Freitag, 20 Uhr:

Auch am Samstag ist die Schlange im Haus in der Wittelsbacherstraße nicht gefunden worden. Dafür sind die Bewohner in ihre Wohnungen zurückgekehrt. Erika Sahm (81) berichtet, wie sie den Schlangen-Alarm erlebt hat.

Aktualisierung Freitag, 17.36 Uhr:

Die Bewohner dürfen um 20 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren. Dies teilte die Dogewo am frühen Abend mit. „Nach eingehender Untersuchung aller Räumlichkeiten haben die Fachleute die Wohnungen im Mehrfamilienhaus in der Wittelsbacher Straße freigegeben“, so eine Sprecherin. Der Keller sei durch die Experten versiegelt worden und werde in den kommenden Tagen täglich nachkontrolliert.

Aktualisierung 16.27 Uhr:

Roland Byner ist der Experte, der die Schlange finden und fangen soll. Wir haben mit ihm gesprochen und vor dem Wohnhaus getroffen. Er könne nicht ausschließen, dass das Tier giftig sei, sagt er. Er kann aber auch gleichzeitig beruhigen. Wir haben ihn vor Ort getroffen:

Aktualisierung 16.21 Uhr:

Ein Experte hat das Wohnhaus noch einmal begutachtet. Im Mehl, dass ausgestreut worden war, hätten die Experten keine frischen Spuren finden können. Der Keller bleibe verschlossen und sei nun versiegelt. Er stellte in Aussicht, dass die Wohnungen zeitnah freigegeben werden sollen. Noch ist aber unklar, ob die Bewohner bereits am Freitagabend oder doch erst am Samstag in die Wohnung zurückdürfen.

Aktualisierung 11.17 Uhr:

Die Bewohner des evakuierten Wohnhauses in der Wittelsbacher Straße können vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Das bestätigte eine Sprecherin der Hauseigentümerin Dogewo am Neujahrsmorgen. Im Laufe des Silvestertages hätten Experten Fallen aufgestellt, die die Schlange fangen sollen. „Die werden im Laufe des Tages kontrolliert“, so die Sprecherin auf Anfrage. Das müsse man nun abwarten.

In dem nun evakuierten Haus leben acht Mietparteien, die den Silvesterabend nicht zuhause verbracht haben. Sie waren bereits gestern woanders untergekommen.

Darum geht es:

Die Feuerwehr hat am Donnerstag (31. Dezember) ein Mehrfamilienhaus im Saarlandstraßenviertel evakuiert: Ein Bewohner hatte am Silvester-Vormittag gegen 11 Uhr im Keller des Gebäudes an der Wittelsbacherstraße eine Schlangenhaut gefunden und den Notruf alarmiert.

Schlangen-Experten konnten die Haut der Gattung der Nattern zuordnen, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. Zu der auch höchstgiftige Arten der Mambas und Cobras gehören.

Auch am Neujahrsmorgen keine Spur von der Schlange

Die Bewohner musste deshalb das Gebäude räumen, die Feuerwehr sicherte das Gebäude ab. Die Wohnungsgesellschaft Dogewo, Eigentümer des Hauses, brachte die Bewohner größtenteils im nahegelegenen Hotel Drees unter. Einige von ihnen begaben sich zu Bekannten.

Zwei Schlangen-Experten begaben sich anschließend auf die Suche nach dem eventuell gefährlichen Reptil. Dazu klebten sie den Keller ab, um das Tier fangen zu können. Zudem streuten sie Mehl aus, damit werden Kriechspuren sichtbar gemacht. Polizei und Feuerwehr waren unterstützend im Einsatz.

Allerdings konnte die Schlangen-Jagd an Silvester nicht abgeschlossen werden, die Bewohner mussten deshalb den Jahreswechsel notgedrungen außerhalb der eigenen vier Wände verbringen.

Die Schlange konnte laut Feuerwehr auch am darauffolgenden Neujahrsmorgen (1. Januar) noch nicht gefunden werden, weshalb die Bewohner des Mehrfamilienhauses noch nicht wieder nach Hause dürfen.

Ein Schlangen-Experte erklärte der Bild, dass so eine Schlangen-Suche mehrere Tage dauern könnte. Woher die Schlange kommen könnte, bleibt vorerst ein Rätsel: „Hier im Haus hat auf jeden Fall keiner eine Schlange oder ein Terrarium“, so ein Anwohner.

Mittlerweile sind Feuerwehr und Polizei nicht mehr an der Wittelsbacherstraße im Einsatz, die Verantwortung liege nun bei der Dogewo.

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1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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Robin Albers
Redaktion Dortmund
Leitender Redakteur, seit 2010 in der Stadtredaktion Dortmund, seit 2007 bei den Ruhr Nachrichten.
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