Nach Tod von Gerda Kieninger: Dortmunder Awo wählt neuen Vorstand

AWO-Vorsitz

Mitte Januar starb überraschend die langjährige Awo-Vorsitzende Gerda Kieninger. Auf der Unterbezirkskonferenz wählte die Dortmunder Arbeiterwohlfahrt nun einen neuen Vorstand.

Dortmund

, 01.03.2020, 17:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neuer Awo-Vorstand in Dortmund

Der Vorstand der Dortmunder Awo wird in Zukunft von der 54-jährigen Anja Butschkau (vorne, Mitte) angeführt. © Klaus Hartmann

Knapp zwei Jahrzehnte war Gerda Kieninger Vorsitzende der Dortmunder Awo. Nach ihrem Tod Mitte Januar musste ihr Posten nun neu besetzt werden. Doch die Unterbezirkskonferenz am Samstag (29. Februar) brachte nicht nur eine neue Vorsitzende, sondern auch neue Stellvertreter zutage.

Mit großer Mehrheit wurde Anja Butschkau von den 139 Delegierten auf der Konferenz zur neuen Vorsitzenden der Dortmunder Awo gewählt. Die 54-Jährige war 27 Jahre im Verband aktiv, ehe sie 2017 als SPD-Landtagsabgeordnete nach Düsseldorf ging.

„Haltung gegenüber faschistischen Äußerungen“

In der letzten Zeit ihrer Verbandsarbeit war die Diplom-Sozialarbeiterin in Dortmund für die Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Zu ihren Stellvertretern wählten die Stimmberechtigten die vorherigen Beisitzer Ulrike Matzanke und Oliver Schröer.

Ehrung verdiente Mitglieder der Dortmunder Awo.

Bei der Unterbezirkskonferenz der Dortmunder Awo wurde nicht nur ein neuer Vorstand gewählt, sondern es wurden auch verdiente Mitglieder besonders geehrt. © Klaus Hartmann

Unter dem Motto „Haltung zeigen - Werte leben“ ging es bei der Konferenz anschließend unter anderem darum, sich rechtsradikalen Gruppierungen entgegenzustellen. So forderte die Generalsekretärin der NRW-SPD Nadja Lüders die Teilnehmer auf „Haltung gegenüber faschistischen Äußerungen“ zu zeigen.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau nahm in seinem Grußwort unterdessen noch einmal Bezug auf Gerda Kieninger: Sie habe diese Haltung, von der andere nur reden, stets vorgelebt. Dies müsse man fortsetzen.

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