Nachhilfe vom Minister

DORTMUND Das Angebot steht: NRW-Familienminister Armin Laschet (CDU) will Ilona Lehnemann Nachhilfe in Rechnen geben. er Minister mag nicht glauben, dass sich Lehnemanns Kita Villa Kunterbunt mit dem neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz) schlechter steht. Sie soll ihm ihre Zahlen schicken. Die Kita-Leiterin ist gespannt darauf, „was er zu meinem ,Rechenfehler‘ sagen wird.“

von Von Gaby Kolle

, 06.09.2007, 18:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch Uwe Waßmann, landespolitischer Sprecher der CDU Dortmund, hat Elterninitiativen und Paritätischen Wohlfahrtsverband eingeladen, die Kritikpunkte noch einmal zu erörtern. Die Ergebnisse werde die CDU-Ratsfraktion zu einem Gespräch mit der Landtagsfraktion am 9. Oktober mitnehmen, kündigte Waßmann an.

Ev. Kirche: KiBiz ist eine Mogelpackung

Für die Ev. Kirche wird zwar der Trägeranteil durch KiBiz von 20 auf 12 Prozent gesenkt, dennoch sieht sie in dem Gesetzentwurf eine „Mogelpackung“. Mehr Zeit für Kinder sei wichtig, aber nicht nach Kassenlage, so Superintendent Paul-Gerhard Stamm. KiBiz sei kein Bildungs- sondern ein Betreuungsgesetz. Die gestaffelten Betreuungszeiten, die Eltern künftig buchen können (und zahlen müssen), träfen vor allem sozial benachteiligte Kinder, die Förderung besonders benötigten. Stamm: „Es darf nicht sein, dass der Geldbeutel über die Frage der Betreuungszeit entscheidet.“

Noch sehr viel Hoffnung

Das gesamte Risiko liege künftig beim Träger, kritisiert Jochen Schade-Homann, Leiter des Ev. Fachbereichs „Jugend und Erziehung“. Nach dem neuen Gesetz erhalten die Kindergärten keinen Gruppen-Pauschalbetrag mehr. Stattdessen richtet sich der Zuschuss nach der Zahl der Kinder. Schade-Homann: „Eine verlässliche Planung ist somit nicht mehr möglich.“ Der Widerstand sei relativ geschlossen, noch habe man „sehr viel Hoffnung“, so Stamm, „dass es eine Einsicht gibt“.

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