Das Anzeigefeld eines Drehstromzählers.Beim Strom muss die Dortmunder Bevölkerung künftig mit Mehrausgaben rechnen. © picture alliance / dpa
Steigende Energiepreise

Nächste DEW21-Preiserhöhung: Strom und Gas werden in Dortmund teurer

Dortmunder Verbraucher müssen sich auf höhere Strom- und Heizkosten einstellen: Der städtische Energieversorger DEW21 erhöht zum 1. Februar 2021 die Preise. Wir erklären, wer mehr zahlt.

Gerade jetzt, wo wegen des erneuten Lockdowns wieder mehr Menschen zuhause bleiben müssen, kündigt DEW21 die nächste Preiserhöhung an. Grund dafür seien höhere Steuern und Abgaben. Bereits in den vergangenen zwei Jahren waren die Preise in Dortmund deutlich gestiegen, für mehrere Stromtarife hatte es erst im Mai und Juli Erhöhungen gegeben.

Die Details gab der Dortmunder Energieversorger am Montag (14.12.) in einer Pressemitteilung bekannt. Genaue Kundenzahlen nennt DEW21 nicht, aber von dem Preisanstieg beim Strom seien etwas mehr als die Hälfte aller Privatkunden betroffen.

Bis zu 13,56 Euro mehr

Wer im Grundversorgungstarif 2500 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, zahlt monatlich 1,13 Euro und jährlich 13,56 Euro mehr. Das entspricht einer Erhöhung von rund 1,5 Prozent. Je nach Tarif liegt die Steigerung bei den Sonderverträgen zwischen 1,5 und 2,0 Prozent.

Pro Monat bedeutet dies ein Plus von 0,43 bis 1,13 Euro. Betroffen sind die Tarife Mini, Maxi, Grün privat, Zweitwohnung und alle Online-Tarife. Gewerbekunden zahlen monatlich zwischen 1,0 und 2,0 Prozent mehr – je nach Verbrauch.

Und auch Heizen und Duschen werden teurer: Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 8000 Kilowattstunden verteuert sich das Erdgas um 1,79 Euro oder etwa 2,8 Prozent in der Grundversorgung. Der Kunde zahlt also 21,60 Euro mehr im Jahr.

Erhöhungen gibt es bei den Privatkunden-Tarifen Standard, Pur, Aktiv, Maxi und Vollversorgung. Die neuen Gaspreise gelten somit für rund ein Drittel aller Privatkunden. Gewerbekunden müssen mit Mehrkosten zwischen 2,0 und 3,7 Prozent rechnen.

Aufgrund gestiegener Netzentgelte und Beschaffungspreise beim Strom müsse DEW21 die Preise anpassen. Zwar hatte im Sommer die Bundesregierung ein Konjunkturpaket beschlossen, das die Strompreisentwicklung dämpfen sollte – der Effekt sei jedoch minimal. Und durch die ab Januar 2021 geltende CO2-Steuer auf Gas ergebe sich ein Aufschlag für Gasverbraucher.

Tarife vergleichen

Dabei lässt die Arbeit im Homeoffice den privaten Strombedarf steigen, und wer viel zuhause ist, verbraucht auch mehr Erdgas. Die Preiserhöhungen betreffen aber vor allem Haushalte, die Strom und Gas im Grundversorgungstarif beziehen. Dieser ist meist der teuerste Tarif.

Doch auch einige Vertragsnehmer mit Sondertarifen und Gewerbekunden müssen künftig mehr zahlen. DEW21 versorgt nach eigenen Angaben über 70 Prozent der Dortmunder Haushalte.

In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Alle Privatkunden, bei denen sich zum 01.02.2021 die Preise ändern, werden angeschrieben.“ Sie haben dann ein Sonderkündigungsrecht. Wer die Grundversorgung bezieht, kann jederzeit innerhalb von zwei Wochen den Anbieter wechseln. Der Vergleich verschiedener Tarife und Anbieter kann zu einer Ersparnis von mehreren hundert Euro im Jahr führen.

Info

Hier berät DEW21:

  • telefonisch montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr unter Tel. (0231) 22 22 21 25
  • per E-Mail an kunden@dew21.de
  • rund um die Uhr im Online-Kundenzentrum auf www.dew21.de
  • die DEW21-Kunden-Center in der Kleppingstraße 28 sind im Lockdown geschlossen
Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Sarah Bornemann, Jahrgang 1986, arbeitet seit Oktober 2013 als Redakteurin in der Dortmunder Lokalredaktion. Sie hat Journalistik in Leipzig sowie Germanistik und Soziologie in Münster studiert. Für das Volontariat bei Lensing Media kehrte sie nach sieben Jahren ins Ruhrgebiet zurück.
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