Nashorn „Willi“ bleibt nicht für immer im Dortmunder Zoo

Junges Breitmaulnashorn

Breitmaulnashorn Willi verzückt seit seiner Geburt im Dortmunder Zoo Anfang des Jahres Besucher. Doch das Jungtier wird wohl nicht ewig in Dortmund bleiben.

Dortmund

, 15.05.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nashorn Willi wird dem Dortmunder Zoo irgendwann einmal den Rücken zukehren.

Nashorn Willi wird dem Dortmunder Zoo irgendwann einmal den Rücken zukehren. © Oliver Schaper

Er ist einer der Stars im Dortmunder Zoo: Breitmaulnashorn Willi. Das Jungtier ist am 8. Januar dieses Jahres zur Welt gekommen und verzückt seither die Massen. Doch jetzt hat der Zoo bei Facebook ganz beiläufig verkündet, dass Willi den Zoo verlassen wird.

Der Grund ist laut dem Facebook-Posting das sogenannte Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP), in dessen Rahmen Willi später einmal, wenn er von seiner Mutter entwöhnt sei, in einen anderen Zoo umziehen werde.

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Die EEP-Programme sollen laut dem Posting dazu dienen, europaweit die Zucht vieler Tierarten zu koordinieren. Vergleichbare Programme gebe es zum Beispiel auch für Große Ameisenbären. Das Ameisenbären-EEP wird sogar von der stellvertretenden Zoodirektorin Ilona Schappert in Dortmund koordiniert.

Willi bleibt noch länger

Aber da ein heranwachsendes Breitmaulnashorn für gewöhnlich etwa zweieinhalb bis drei Jahre bei seiner Mutter bleibe, ist es bis zum Umzug noch etwas hin. Kurz vor der Geburt ihres nächsten Kalbes vertreibe eine Nashorn-Mama ihr Junges meist. Erst nach der Geburt geselle sich das ältere Jungtier dann wieder zu seiner Mutter und seinen Geschwistern. Etwa in diesem Zeitfenster soll Willi wohl in einen anderen Zoo umziehen.

Für die Zucht übrigens nicht ganz unwichtig: Geschlechtsreif werde ein männliches Breitmaulnashorn erst mit sechs bis acht Jahren.

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