Nationen geben hier ihr Geld aus

08.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nationen geben hier ihr Geld aus

Auf fast 3,3 Milliarden Euro prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus Nürnberg den Einzelhandelsumsatz für Dortmund in 2007. Einen verschwindend geringen, aber seit Jahren stetig steigenden Anteil haben Bürger aus Nicht-EU-Ländern daran. Lag er 2004 noch bei 1,8 Millionen Euro, waren es im letzten Jahr fast 2 Millionen. Das WM-Jahr 2006 fiel naturgemäß mit fast 2,2 Millionen Euro aus dem Rahmen.

Andreas Peppel (Foto), Referent beim Einzelhandelsverband Westfalen-Mitte, bezieht sich dabei auf Zahlen aus dem Unternehmen Global Refund. Über dies werden die Umsätze mit Nicht-EU-Bürgern abgerechnet, die sich die Mehrwertsteuer erstatten lassen können. Allerdings muss der Wert ihrer Waren mindestens 25 Euro betragen.

Kunden aus 118 Nationen nutzten das Abrechnungsverfahren über den so genannten Tax Free Cheque, allen voran die Russen. Sie bescherten dem Einzelhandel 2007 sogar knapp 21 Prozent mehr Umsatz, statt 382 180 Euro im WM-Jahr nun 462 206. Gleich gefolgt von Chinesen, die auch ausgabefreudiger waren: Gut 290 000 Euro statt 250 000. An dritter Stelle liegen übrigens Bürger aus dem Iran. Etwas knauseriger pro Kauf waren die Nicht-EU-Kunden jedoch, gaben im Schnitt 218 Euro aus und damit 20 weniger als 2006. Fast 70 Prozent des Umsatzes wurden auf dem Westenhellweg erwirtschaftet, und gut 40 % der Einkäufe entfielen auf Kleidung. bö

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