„Naziläden dichtmachen“: Dritte Demo gegen Thor-Steinar-Geschäft am Brüderweg

Rechte Mode

Zum dritten Mal versammelten sich Demonstranten vor dem Thor-Steinar-Geschäft am Brüderweg. Zur Zukunft des Ladens formulierten sie klare Forderungen.

von Marie Ahlers, Rüdiger Barz

Dortmund

, 16.09.2019, 20:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Naziläden dichtmachen“: Dritte Demo gegen Thor-Steinar-Geschäft am Brüderweg

Mit verschiedenen Bannern und Sprüchen demonstrierten knapp 100 Menschen am Montag erneut gegen den Thor-Steinar-Laden am Brüderweg. © Rüdiger Barz

Zwischen 80 und 100 Dortmunder sind dem Aufruf des Blockado-Bündnisses am Montag (16.9.) gefolgt. Zum mittlerweile dritten Mal demonstrierten sie vor dem Thor-Steinar-Geschäft am Brüderweg, in dem bei Neonazis beliebte Kleidung verkauft wird.

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Mit Bannern, die „Naziläden dichtmachen“ oder „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“ verkündeten, versammelten sich die Demonstranten erneut gegenüber der Filiale am Brüderweg. Mit Musik und Redebeiträgen protestierten sie gegen das Geschäft und den Versuch der Neonazis, sich in der Innenstadt Platz zu schaffen.

Keine Gegendemonstranten

Die Polizei war mit einem halben Dutzend Einsatzwagen und zahlreichen Beamten vor Ort. Wie Polizei-Sprecherin Nina Kupferschmidt jedoch mitteilt, verlief die Demonstration aus polizeilicher Sicht absolut störungsfrei. Auch rechte Gegendemonstranten ließen sich - im Gegensatz zur ersten Blockado-Kundgebung vor zwei Wochen - am Montag nicht blicken.

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Mit den Kundgebungen möchte Blockado nicht nur Passanten auf die Neueröffnung am Brüderweg aufmerksam machen, sondern auch die Anwohner ansprechen. „Wir wollen den Anliegern signalisieren: Wir haben auf dem Schirm, was hier passiert - und das solltet ihr auch“, sagte Blockado-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke während der ersten Demo am 2. September.

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