Ne Westfalenpark-Jahreskatte für 2020 wär ne bessere Entschädigung

mlzGlosse: Wenn Sie Günna fragen ...

Wenn Sie Günna fragen, hat Günna immer eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Immer ehrlich, immer direkt, immer Dortmund. Thema diesmal: Die Entschädigung für enttäuschte Lichterfest-Besucher.

von Bruno "Günna" Knust

Dortmund

, 07.09.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hömma, Fritz, der Westfalenpark wollte es ja zum 60. Geburtstach von Wahrzeichen Florianturm ma so richtich krachen lassen und hat sein Lichterfest deshalb ordentlich gepimpt und aufgeblasen.

Weil wir abba in Deutschland leben wo dat Wetter gern seine unberechenbaren Kapriolen schlägt kannze davon ausgehn dat es gerade bei grossen Events schomma gerne nach hinten losgeht und dir nich selten ein Fest wegen Gewitterguss auch richtich absaufen kann.

Dat ganze Spektakel lief wie von Wunderhand weiter

So wars dann auch letzte Woche als 35.000 Besucher sich voller Vorfreude im Park eingefunden hatten und dann wegenem Unwetter vor die Tür geschickt wurden und darum glaubten dat die Patty abgeblasen wär. Also fuhren sie mit Verständnis für höhere Gewalt nach Hause abba manche blieben auch einfach weiter im Park und wie von Wunderhand lief nur eine Stunde später dat ganze Spektakel weiter als wär nix passiert.

Feuerwerk und Musik-Bühnenshow wurde fürn übersehbaren Zuschauer-Rest vom Lichterfest abgespult und als dat die vorher verscheuchten Besucher gemerkt ham fühlten sich sehr viele davon natürlich mehr als veräppelt.

Mitveranstalter und Stadt benutzen eine Form von selektiver Wahrheit

Um dat Chaos noch perfekter zu machen ham die Mitveranstalter und die Stadt Doatmund dann jeder für sich unter Auslassung bestimmter Ereignisse eine Form von selektiver Wahrheit für ihre öffentlichen Ausreden benutzt und dat löste umgehend ein Donnerwetter nach dem Gewitter aus.

Mit Facebook-Shitstorm und alles wat da heute inne sozialen Netzwerke an Attacke dazugehört schrieben sich enttäuschte Besucher Frust und Wut vonne Seele. Ob es wat bringt wird sich noch zeigen müssen denn wie so oft bei der Stadt malen die Mühlen langsam und die eine Hand weiss nich wat die andere gerade verzapft.

Bewegungsarm iss besser als ein Tennisarm

Vielleicht denken die abba auch nur dat wenn die Ente nich schwimmen kann muss es am Wasser liegen odda es gilt die altbewährte Regel jeder Verwaltungs-Behörde: Bewegungsarm iss besser als ein Tennisarm. Es soll zwar irgendwat an Ersatz für den verpulverten Eintritt angeboten werden abba nix genaues weiss man noch nich.

Hömma, Fritz, ich fänd ja ne 2020er Jahreskatte für lau wär ne bessere Entschädigung als nur ein einzigen Tach freien Eintritt zum Feuerwerk beim Winterleuchten im Dezember.

Fatales PR-Desaster

Dat wär ne ehrliche Wiedergutmachung für die hinters Licht geführten Besucher und säh nach dem fatalen PR-Desaster jetz nich so aus wie der verzauberte Prinz der beim hinkucken leider nur ein sabbeliger Frosch iss. Prost.

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