Der Hauptsitz an der Voßkuhle ist für das expandierende Unternehmen längst zu klein geworden. © Beushausen
Umzugs- und Neubaupläne

Neubau auf Phoenix-West: Bekanntes Dortmunder Softwarehaus will wachsen

Die Fläche des früheren Stahlwerks Phoenix-West hat sich zu einem Magneten für Hightech-Firmen entwickelt. Ein namhaftes Dortmunder IT-Unternehmen will nun dazu kommen - und hegt große Pläne.

Trotz zahlreicher Ansiedlungen gibt es noch Platz auf Phoenix-West. Bald könnte auch das nächste Grundstück seinen Käufer gefunden haben: Wie zu erfahren war, verhandelt die Entwicklungsgesellschaft NRW.Urban mit einem namhaften Dortmunder Unternehmen über den Verkauf einer Fläche nahe der Robert-Schumann-Straße.

Gesprächspartner ist die Firma MMDO Immobilien GmbH & Co. KG, die eigens für das geplante Bauprojekt ins Leben gerufen worden ist. Sie soll dem Dortmunder IT-Dienstleister Materna Information & Communications SE den Boden bereiten: Materna will sein Hauptquartier an der Voßkuhle 37 aufgeben und auf Phoenix-West eine neue Unternehmenszentrale hochziehen.

Sprecherin Christine Siepe bestätigt die Pläne auf Anfrage: „Der Standort punktet unter anderem mit einer sehr guten Infrastruktur und ÖPNV-Anbindung.“

Neubau für 1800 Mitarbeiter

Der Hauptgrund für den geplanten Umzug ist schnell erklärt: Platznot. Materna verfügt in Dortmund über rund 1200 Mitarbeiter. 800 sind in der Zentrale an der Voßkuhle untergebracht. Die platzt offenbar aus allen Nähten – weshalb Flächen im benachbarten „Gotic Haus“ am Westfalendamm 96 angemietet werden mussten.

Dort sitzen weitere 400 Mitarbeiter. Eine gute Nachricht mitten in der Pandemie: Materna will sich auch künftig personell verstärken. Deshalb werde ein Neubau für bis zu 1800 Arbeitsplätze geplant, sagt Unternehmenssprecherin Siepe. „Wir suchen Informatiker.“ Weltweit beschäftigt Materna SE 2400 Mitarbeiter.

Der Bau der neuen Zentrale werde von den beiden Gesellschafterfamilien Materna und an de Meulen realisiert – deshalb die Gründung der Objektgesellschaft MMDO. Zurzeit liefen noch Grundstücksverhandlungen. Sowohl zum Zeitplan als auch zur Investitionshöhe könne man gegenwärtig noch keine Angaben machen, sagt Siepe.

Alt-Gebäude ist bereits verkauft

Geplant sei „innovativer Neubau mit einer modern gestalteten Arbeitsumgebung.“ Erste Architekturentwürfe lägen bereits vor. Zudem würden moderne Mobilitätskonzepte für Elektroautos und Elektroräder berücksichtigt. Die notwendigen Stellplätze sollen auf einer rund 8000 Quadratmeter großen Nachbarfläche an der Robert-Schumann-Straße angelegt werden.

Dass die Materna SE es ernst meint, zeigt sich an einem weiteren Umstand: Die Immobile an der Voßkuhle, Hauptsitz des Unternehmens, ist inzwischen verkauft. Neuer Eigentümer ist die „Forest Investments SARL“ in Luxemburg. Materna SE hatte im Vor-Corona-Jahr 2019 einen Umsatz von 323,8 Millionen Euro erwirtschaftet.

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Jahrgang 1961, Dortmunder. Nach dem Jura-Studium an der Bochumer Ruhr-Uni fliegender Wechsel in den Journalismus. Berichtet seit mehr als 20 Jahren über das Geschehen in Dortmunds Politik, Verwaltung und Kommunalwirtschaft.
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