Neue Bestattungskultur: Dortmunder reservieren sich ihre letzte Ruhestätte

mlzFriedhof Berghofen

Die Bestattungskultur ist im Wandel: Der Trend geht weg von der Erdbestattung, hin zu pflegeleichten Ruhestätten. In Berghofen gibt’s zwei neue Beisetzungsmöglichkeiten. Der Andrang ist groß.

von Rüdiger Barz

02.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Sie geht weg von der klassischen Erdbestattung und hin zu pflegeleichteren Alternativen. Der evangelische Friedhof in Berghofen hat reagiert und bietet neue Möglichkeiten an.

Sterben ist nicht preiswert. Darum geben Menschen teilweise notgedrungen oder bewusst weniger Geld für eine Beisetzung aus. Kann die Bestattung nicht aus eigener Tasche bezahlt werden, hilft das Sozialamt weiter. Laut Statistischem Bundesamt bekamen im Jahr 2006 etwa 13.888 Deutsche von den Sozialämtern finanzielle Unterstützung für Bestattungen, 2013 waren es bereits 23.500 Personen.

Baumgrab oder Stelenanlage

Mit den Baumgräbern oder auch der Stelenanlage bietet der Friedhof Berghofen zwei Möglichkeiten an. „Unsere Besucher sind sehr angetan und haben ein großes Interesse“, sagt Baukirchmeister und Friedhofsbeauftragter Karl Schulte.

Neue Bestattungskultur: Dortmunder reservieren sich ihre letzte Ruhestätte

Baumgräber mit Namensplatte auf dem evangelischen Friedhof Berghofen. © Rüdiger Barz

„75 Baumgräber zählen wir bereits und der Trend nimmt zu“, sagt Schulte. „Gepflanzt werden nach Möglichkeit immer alte Apfelbaumsorten, wie zum Beispiel: ‚Prinz Heinrich‘. Das gehört zu unserer ökologischen Ausrichtung, genauso wie die Umwandlung von Rasenflächen hin zu Wildblumenwiesen.“

„Die Nachfrage ist vorhanden“, sagt Pfarrerin Sabine Breithaupt-Schlak. „In der Stelenanlage sind schon Kammern reserviert.“

Infos zum Friedhofgibt es auf: www.ev-kirche-berghofen.de/friedhof. Am 21. September ist „Tag des Friedhofs“. Die Informationsveranstaltung findet rund um die Auferstehungskappele in Berghofen, Schöner Pfad 8, statt.
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