Neue Erfolge von Ermittlungskommissionen der Polizei

Bande in Untersuchungshaft

Höhere Aufklärungsquoten, mehr Festnahmen: In Ermittlungskommissionen arbeiten Kriminalbeamte besonders erfolgreich. Schon oft stellten die Einbruchs-Spezialisten das unter Beweis. Am Dienstag meldete die Polizei zwei weitere Erfolge.

DORTMUND

, 13.12.2016, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese beiden Männer fielen in der U-Bahn-Station an der Reinoldikirche auf, weil sie Fahrgäste ausspionierten. In der Bahn suchten sie Tatgelegenheiten.

Diese beiden Männer fielen in der U-Bahn-Station an der Reinoldikirche auf, weil sie Fahrgäste ausspionierten. In der Bahn suchten sie Tatgelegenheiten.

Die Ermittlungskommissionen „Tasche“ und „Maghreb“ konnten zwischen Januar und November 2016 viele Taschendiebe und Straßenräuber identifizieren und festnehmen. Die Fallzahlen der in den Mittelpunkt gestellten Straftaten ist im Vergleich der Jahre 2015 und 2016 zwischen Januar und November deutlich gesunken:

  • Raub: Von 576 auf 436 Taten weniger (-24 Prozent)
  • Taschendiebstahl: Von 4213 auf 3301 Fälle (-21 Prozent)

Der Rückgang der Zahlen ist maßgeblich auf die erfolgreichen Ermittlungen der beiden Kommissionen zurückzuführen, da sie umtriebige Wiederholungstäter hinter Schloss und Riegel bringen konnte. Die auf Taschendiebe spezialisierte Ermittlungskommission (EK) „Tasche“ konnte zwischen Januar und November 2016 eine aus zwölf jungen Männern bestehende Diebstahlsbande so schwer belasten, dass ein Richter für alle zwölf 20- bis 25-jährigen Tatverdächtigen die Untersuchungshaft anordnete. Den aus Rumänien stammenden Dieben konnte die Kriminalpolizei 40 vollendete und fünf versuchte Taschendiebstähle sowie Betrug in 52 Fällen und neun Betrugsversuche nachweisen.

44.000 Euro erbeutet

Beim Betrug benutzten die Männer zuvor gestohlene EC-Karten, um damit, zum Beispiel, an Geldautomaten Bargeld abzuheben. Sie erbeuteten 44.000 Euro. Die Opfer: Laut Polizei überwiegend Senioren, die in Supermärkten und anderen Geschäften handwerklich geschickt bestohlen wurden. Die EK „Maghreb“ nimmt Taschendiebe und Räuber ins Visier. Im Blick haben die Ermittler vor allem junge Männer aus den nordafrikanischen Ländern Marokko und Algerien, die Mobiltelefone, Tablet-PC und Laptops bei Taschendiebstählen oder Überfällen erbeuteten.

Sie verwickeln die Opfer in ein Gespräch, versuchen den „Antanz“-Trick und wenden Gewalt an, wenn sie auf Widerstand stoßen – die Kriminalpolizei konnte 162 Tatverdächtige festnehmen und in 68 Fällen auch Haftbefehle erwirken. Tatorte waren die Innenstadt und die Nordstadt. Derlei Erfolge meldet die Polizei selten.

Polizei will am Ball bleiben

Beide Ermittlungskommissionen tauschten Informationen aus, um Zusammenhänge besser erkennen zu können. Polizeipräsident Gregor Lange sagt, dass die Behörde sich auf diesen Zahlen nicht ausruhen werde und am Ball bleibe. Denn für die von der Polizei aus dem Verkehr gezogenen Täter schicken die Banden schnell neue Mitglieder ins Land.

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