Neue Initiative startet: "Kein Bier für Rassisten"

BVB-Fanabteilung

"Kein Bier für Rassisten" - unter diesem Motto verteilen seit dem Wochenende viele Helfer eine Million Bierdeckel in Kneipen, Bars und Restaurants im gesamten Dortmunder Stadtgebiet. Borussia Dortmund und die BVB-Fan- und Förderabteilung setzen mit dieser gemeinsamen Aktion ein deutliches Zeichen.

DORTMUND

10.03.2015, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Bierdeckel tragen eine klare Botschaft. Auf der Rückseite liefern sie für Smartphone-Nutzer zusätzliche Informationen.

Diese Bierdeckel tragen eine klare Botschaft. Auf der Rückseite liefern sie für Smartphone-Nutzer zusätzliche Informationen.

In einer Pressemitteilung des BVB heißt es:

Überall dort, wo Fußball außerhalb des Stadions am intensivsten erlebt wird, aber auch überall dort, wo häufig leidenschaftlich diskutiert wird, vertreten Borussia Dortmund und die BVB-Fan- und Förderabteilung mit dieser gemeinsamen Aktion eine klare Haltung.

Leider wird Dortmund – heute so aktuell wie nie – auch mit rassistischen Übergriffen und einer aktiven rechten Szene in Verbindung gebracht. Borussia, Pils – und Nazis? Das passt nicht! Hier setzt die neue Initiative von Borussia Dortmund und der BVB-Fan- und Förderabteilung an.

Die Aufschrift der Bierdeckel:

Die Gäste der Dortmunder Lokalitäten bekommen nun ihre Getränke gemeinsam mit einer eindeutigen Botschaft serviert: "Kein Bier für Rassisten – Fußball. Bier. Weltoffenheit."

QR-Code auf der Rückseite:

Neben der Symbolik des Bierdeckels, liefert die Rückseite durch einen QR-Code Argumente gegen jene rassistische Stammtischparolen, die leider allzu häufig in der Öffentlichkeit zu hören sind. Über den QR-Code auf der Deckelrückseite kann direkt vor Ort mit dem Smartphone eine ganze Liste an stichhaltigen Argumenten gegen rassistische Unterstellungen aufgerufen werden.

Hinweis:
Gastronomen, die bislang keine Bierdeckel erhalten haben, können sich per E-Mail bei der BVB-Fan- und Förderabteilung melden:

Das sagen die Verantwortlichen:

BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball: "Borussia Dortmund, die BVB-Fan- und Förderabteilung und alle BVB-Fans tragen Verantwortung, bei ausländer- und menschenfeindlichen Parolen nicht wegzuhören, sondern klar Stellung dagegen zu beziehen. Durch diese gemeinsame Aktion, die rechtem Gedankengut nicht nur plakativ sondern auch inhaltlich entgegen tritt, verdeutlicht die BVB-Familie einmal mehr ihre klare Haltung: für Toleranz und einen bunten BVB, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit."

Tobias Westerfellhaus, Vorstandsmitglied der Fanabteilung: "Leider ist das Thema 'Rassismus' auch in Dortmund aktuell wie nie. Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, dass die menschenverachtende Weltanschauung dieser Leute nicht zu Dortmund passt."

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