Neue Park-App für Dortmund: Navigation und Ticketautomat in einem

mlzParkplatzsuche

Eine neue Smartphone-App zeigt Dortmunder Autofahrern Parkplätze in der Innenstadt. Sie ist sowohl Navigationssystem als auch digitaler Ticketautomat und soll außerdem der Umwelt helfen.

Dortmund

, 22.06.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Staus auf dem Wall und vor den Parkhäusern, gehetztes an-den-Straßenrand-Blicken im Vorbeifahren. Und dann die Überlegung, ob das Auto in die eigentlich zu kleine Parklücke vielleicht doch gerade eben so hineinpasst. Ausflüge in die Dortmunder Innenstadt beginnen für Autofahrer oft mit Stress und der Frage, wo man einen zentralen, gleichzeitig aber günstigen Parkplatz findet. Die Entwickler der App „Parco“ wollen das ändern.

Haben Autofahrer sie auf ihrem Smartphone installiert, können sie einen Zielort auswählen. Die App ermittelt dann Parkmöglichkeiten in der Nähe. Dabei zeigt sie Parkplatztypen, Möglichkeiten zum Laden eines Elektroautos und die Parkgebühren für die erste Stunde an. Anhand dieser Informationen kann der Autofahrer seinen Wunschparkplatz auswählen.

Digitales Parkticket

Die App funktioniert wie ein Navigationssystem und führt ihn zu dem gewünschten Parkplatz. Auf Wunsch navigiert sie von dort aus auch den Fußweg zu dem ursprünglich gewählten Endzielort. „Last-Mile-Navigation“ nennen die Entwickler, Swarco Traffic Systems und ParkHere, diese Funktion.

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Ist das Auto abgestellt, löst der Autofahrer über „Parco“ ein digitales Online-Ticket.

Hat man die Parkzeit einmal falsch eingeschätzt, kann man dieses vor Ablauf über das Smartphone verlängern. Die Abrechnung für den gesamten Monat erfolgt am Monatsende. Parkscheine können in Dortmund bereits seit rund zweieinhalb Jahren über andere Anwendungen per Handy bezahlt werden. Apps wie diese erfassen nur gebührenpflichtige Parkplätze. Allerdings sowohl städtische als auch private.

Emissionen könnten gesenkt werden

Anfang 2020 hatte das Unternehmen Easy Park mit der Anwendung „Find&Park“ bereits eine ähnliche Funktion für Dortmund auf den Markt gebracht. Parking-Apps sollen, abgesehen von dem höheren Komfort für Autofahrer, durch Stauvermeidung bei der Parkplatzsuche auch der Umwelt etwas Gutes tun.

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Denn CO2- und Feinstaub-Emissionen könnten so verringert werden. Auch, dass genau angegeben wird, wo Elektroautos geladen werden können, soll ein Zeichen für den Umweltschutz setzen.

Parken in 120 Städten

Kritiker befürchten allerdings, dass eine erleichterte Parkplatzsuche ganz im Gegenteil mehr Menschen dazu verleitet, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Damit würden Verkehrsaufkommen, Staus und Umweltbelastung sogar gesteigert.

„Parco“ funktioniert städteübergreifend und ermöglicht das Handyparken mittlerweile in 120 Städten und Gemeinden. Ende des Jahres sollen es 150 sein. Im Apple App-Store und über den Google Play-Store ist die App seit dem 1. April 2020 erhältlich.

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