Rüdiger Mundt will 100 Prozent Kontakt zu den Martenern haben

mlzAktionsraumbeauftragter

Mit 56 Jahren stellt sich Rüdiger Mundt einer neuen Herausforderung. Er ist der neue Aktionsraumbeauftragte für Marten. Wegen der Corona-Einschränkungen kennen ihn erst wenige Martener.

Marten

, 05.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Volker Hoffmann und Benedikt Buller ist Rüdiger Mundt der dritte Aktionsraum-Beauftragte für Marten. In den vergangenen 30 Jahren hat Rüdiger Mundt auf mehreren Posten im Sozialamt Dortmund gearbeitet. Im Interview erklärt er, was er sich für seine neue Arbeit in Marten vorgenommen hat.

Was sind die Aufgaben eines Aktionsraumbeauftragten?

Ich bin Ansprechpartner für Bürger und Bürgerinnen und alle Akteure vor Ort. Ich bin zuständig für die Auswahl und Platzierung von vorhandenen Maßnahmen und Programmen und verwalte den Aktionsfonds und den Mitteleinsatz. Teile meiner Aufgabe sind Netzwerkarbeit, Runde Tische, Arbeitskreise, Foren und die

Begleitung von Ehrenamtlichen. Der Vorteil: nach 30 Jahren im Sozialamt bin ich sehr gut vernetzt.

Welche Herausforderungen, glauben Sie, wird Ihnen Ihr neuer Bereich stellen?

Die Wahrung meiner unbedingten Neutralität. Überall, wo Menschen agieren, kann es zu Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen kommen. Hier kann und darf ich mich nicht vereinnahmen lassen, ich muss für alle handelnden Martener und alle Akteure ein Partner sein.

Wie konnten Sie sich auf Ihre Aufgabe vorbereiten? Was haben Ihnen Ihre Vorgänger über Ihre Arbeit berichtet?

Die Stelle war mehrere Monate unbesetzt, ich habe meinen direkten Vorgänger nicht mehr kennengelernt. Allerdings standen mir die Unterlagen meiner Vorgänger zur Verfügung, so dass ich mir einen relativ guten Überblick über die Martener Akteure und die bereits laufenden und etablierten Projekte verschaffen konnte.

Das kann aber das persönliche Kennenlernen der handelnden Personen, Vereine und Institutionen natürlich nicht ersetzen. Überdies haben mich sowohl die Mitarbeiter des Projektbüros als auch die übrigen Aktionsraumbeauftragten unterstützt und stehen mir jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Womit, glauben Sie, werden Sie am meisten zu tun haben?

Zunächst mal damit, alle handelnden Akteure kennen zu lernen. Ich habe mit meiner Tätigkeit im Februar begonnen und konnte, bedingt durch die Corona-Pandemie, bislang nur einen kleinen Teil persönlich treffen. Gerade das 100-prozentige, persönliche Miteinander kann meines Erachtens durch telefonieren oder E-Mails nicht ersetzt werden.

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Allerdings konnte ich in der kurzen Zeit meiner Tätigkeit bereits feststellen, dass die vorhandenen Strukturen und die Vernetzung der Martener sehr gut sind. Egal, was an Planungen und Initiativen in Angriff genommen werden soll, wird gemeinsam angepackt. Die Aktivierung von Personen erfolgt sehr schnell und unkompliziert. Die Ideen-Vielfalt ist hervorragend und bekommt auch in der Politik Unterstützung.

In welchen Angelegenheiten können sich Bürger an Sie wenden?

Letztlich in allen Angelegenheiten, die mit meiner direkten Aufgabenstellung zusammenhängen. Also zum Beispiel wenn sie Projekte oder Veranstaltungen planen. Aber ich werde auch vermittelnd tätig oder kann konkrete Ansprechpartner benennen.

Wie und wann sind sie wo erreichbar?

Mein Büro befindet sich an der Werner Straße 10 in Lütgendortmund. Generell bin ich unter der Rufnummer 50-28930 und unter der E-Mail-Adresse r.mundt@stadtdo.de montags, dienstags und mittwochs von 7.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 7.30 bis 17.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 Uhr erreichbar. Allerdings bin ich natürlich auch viel in Marten unterwegs. Es ist aber auch selbstverständlich für mich, Termine außerhalb der genannten Geschäftszeiten wahrzunehmen.

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