Neuer Höchststand der aktiven Corona-Fälle in Dortmund erreicht

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Die Zahl der aktiven Corona-Fälle in Dortmund hat einen neuen Höchststand erreicht. Eine Entwicklung, die abzusehen war.

Dortmund

, 01.10.2020, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

An jedem der vergangenen drei Tage haben sich mindestens 30 Menschen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert. Am Donnerstag (1. Oktober) vermeldete die Stadt 31 neue Fälle - und damit auch einen Rekord bei den insgesamt aktiven Fälle.

Der bisherige Höchstwert der gleichzeitig Infizierten lag bei 286 am 10. April - zur Hochphase der ersten Pandemie-Welle. Mit dem Stand vom 1. Oktober sind 288 Menschen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 27,1.

Diese Zahlen beruhen auf Schätzungen. Dabei wird davon ausgegangen, dass ein Erkrankter das Virus 14 Tage lang in sich trägt. Nach Ablauf von 14 Tagen nach dem ersten positiven Testergebnis werden die Infizierten als genesen in der Statistik geführt. Letztlich kann aber nicht genau gesagt werden, ob jemand nach zwei Wochen noch erkrankt ist oder nicht.

Anfang Mai die wenigsten Fälle

Dass sich ein neuer Rekord der aktiven Fälle anbahnt, war abzusehen. Seit dem 1. September (132 aktive Infizierte) hat sich die Zahl bis zum 1. Oktober innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt.

Nun gibt es mit 288 aktiven Fällen mehr als zu Corona-Hoch-Zeiten im April - als zum Beispiel die Schulen und Kitas geschlossen waren. Damals gab es ein Kontaktverbot und man durfte sich nur mit einer begrenzten Zahl an Menschen in der Öffentlichkeit treffen.

Nach diesem Höhepunkt sank die Zahl in den kommenden Wochen und erreichte ihren Tiefpunkt am 30. Mai, als nur 9 Menschen in Dortmund gleichzeitig mit dem Coronavirus infiziert waren. Im Anschluss folgte ein stetiger Anstieg der Erkrankten, der Mitte August besonders von den infizierten Reiserückkehren geprägt war.

Stadt reagiert nicht auf Anfrage

Die Ursachen für den aktuellen Anstieg der Corona-Zahlen sind vielfältig: Viele steckten sich bei privaten Feiern an oder brachten das Virus aus dem Urlaub mit nach Hause. Die Stadt kann die Gründe nicht genau benennen.

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Am Dienstag zeigte sich die Leiterin des Dortmunder Krisenstabs Birgit Zoerner bei der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes noch gelassen und verwies auf die 7-Tage-Inzidenz von 19,7, die noch weit entfernt sei von sämtlichen Grenzwerten, die Maßnahmen nach sich ziehen.Diese werden in NRW erst ergriffen, wenn es eine 7-Tage-Inzidenz von 35 oder mehr gibt - also 35 oder mehr Infizierte auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Eine Anfrage der Ruhr Nachrichten wegen der momentanen Entwicklung und ob sich die Bevölkerung nun Sorgen machen müsse, ließ die Stadt am Donnerstag unbeantwortet. Stattdessen wurde auf eine Pressekonferenz zu den Themen Coronavirus und Grippe, die am kommenden Mittwoch (7. Oktober, 14 Uhr) stattfinden soll, verwiesen.

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Die Stadt Dortmund meldet am Donnerstag (1. Oktober) 31 neue positive Corona-Testergebnisse. Die geschätzte Zahl der aktiven Fälle ist seit etwa einer Woche stark angestiegen. Von Susanne Riese

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