Neues vom Phoenix-See: Besucher sollen es bald besser haben

mlzBürgerdialog

Ein Besuch am Phoenix-See soll komfortabler werden. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat jedenfalls eine wichtige Veränderung für Anwohner und Touristen angekündigt.

von Alexandra Wachelau

Hörde

, 08.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim vierten und letzten „Bürgerdialog Phoenix-See“ für dieses Jahr hat Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau eine wichtige Versprecherung gemacht, die nicht nur die Anwohner des Sees, sondern auch Besucher freuen dürfte.

Doch nicht nur der Uferbereich des Phoenix-Sees war Thema am Mittwochabend (6.11.).

Jetzt lesen

Die anwesenden Anwohner des Phoenix-Sees kritisierten nicht vorhandene Parkplätze, verstopfte Straßen und Raser in 30er-Zonen. Schon nach wenigen Minuten stand fest: Es gibt noch viel Redebedarf bei den Anwohnern.

Viele Vorschläge von Oberbürgermeister Ullrich Sierau nahmen die Anwohner allerdings wohlwollend entgegen.

Neues vom Phoenix-See: Besucher sollen es bald besser haben

Fahrrad- und Gehweg werden am Phoenix-See häufig zweckentfremdet. Vor allem Fußgänger halten sich lieber auf dem asphaltierten Fahrradweg als auf dem Schotterweg für Fußgänger auf. © Alexandra Wachelau

Als er die erste geplante Änderung am Phoenix-See vorstellte, erntete er gleich zu Beginn der zweistündigen Veranstaltung Applaus.

Pflasterung der Gehwege: Es war zuvor kein Geheimnis gewesen, doch schon beim dritten Bürgerdialog sprachen auch die Zahlen eine deutliche Sprache. Mit einer Zählung hatte die Verwaltung nachgewiesen, dass der Fahrradweg um den Phoenix-See häufig von Fußgängern benutzt wird.

Grund hierfür ist der Belag des Gehwegs: Während der Fahrradweg asphaltiert ist, liegt auf dem Gehweg ein Schotter-Sand-Gemisch. Das sorgt im Sommer für Staubwolken, in den anderen Jahreszeiten verschlammt der Untergrund dagegen.

Jetzt lesen

Jetzt soll sich hier etwas Grundlegendes ändern: „Was die Fußwege angeht, haben wir uns nun für eine Pflasterung entschieden“, sagte Sierau. Eine Asphaltierung war aus Uweltgründen ohnehin kein Thema gewesen. Wann genau dieses Vorhaben umgesetzt werden soll, steht allerdings noch nicht fest.

Neues vom Phoenix-See: Besucher sollen es bald besser haben

Winfried Sagolla (l.) vom Stadtplanungsamt unterhält sich mit den Bewohnern des Quartiers an den Emscherauen. Verkehr und Parkplatzsituation waren in den letzten Bürgerversammlungen bereits die Themen, die mit am häufigsten angesprochen wurden. © Alexandra Wachelau

Fertigstellung Phoenixseestraße, Hermannstraße, Röhrichtweg: „Wir suchen seit fast fünf Jahren einen Ansprechpartner für die Straße, an der wir wohnen“, so Anwohnerin Kirstin Ludwig. Seit 2015 wohnt sie am Röhrichtweg, mehrfach wurde ihre Garage bereits zugeparkt.

„Aber die Polizei kann nichts machen, denn die Straße ist noch nicht gewidmet, da sie immer noch nicht fertig ist. Wir wohnen quasi im Niemandsland“, so Ludwig.

Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Dortmunder Tiefbauamtes, versprach der Anwohnerin: „Ende Dezember ist die Straße fertig, in den nächsten drei Monaten wird sie dann gewidmet und somit eine öffentliche Straße sein“.

Neues vom Phoenix-See: Besucher sollen es bald besser haben

An der Phoenixseestraße wird seit Jahren gebaut. Nun steht fest, wann die Straße fertiggestellt wird. © Alexandra Wachelau

Ludger Schürholz von der DSW21 gab zudem einen Überblick über die sonstigen Baumaßnahmen im Quartier: An der Phoenixseestraße Ost wird Mitte Januar bis Ende März nächsten Jahres gebaut.

Der mittlere Abschnitt der Straße wird Anfang April bis Mitte Juni bebaut, die Phoenixseestraße West Mitte Juni bis Mitte September. In der Zeit der Bebauung wird die Straße zur verkehrsberuhigten Zone.

Die Hermannstraße 93-101 wird Anfang Oktober bis Mitte November bebaut und ebenfalls zur verkehrsberuhigten Zone.

Stau an der Faßstraße: Sylvia Uehlendahl nahm sich der Vorschläge an, Parkplätze für Motorradfahrer sowie einen Fahrradbereich an der Faßstraße auszuweisen.

Neues vom Phoenix-See: Besucher sollen es bald besser haben

Der Röhrichtweg wird noch Ende dieses Jahres fertiggestellt. © Alexandra Wachelau

Den Wunsch nach einem Zebrastreifen über die Phoenixseestraße werde sie außerdem prüfen, trotz hoher Auflagen. Gegen den häufigen Rückstau an der Faßstraße, die momentan eine Baustelle ist, stehe sie dagegen machtlos gegenüber: „Ich kann den Verkehr nicht wegdiskutieren“, sagte sie. Lediglich die Ampelschaltung könne sie überprüfen.

Termin für 2020

Ansprechpartnerin für den Phoenix-See

  • Ansprechpartnerin für die Belange rund um den See ist Tanja Schimanski, die seit Mitte Juni die städtische „Koordinatorin Phoenix-See“ ist. An der Hermannstraße 67 sowie unter Tel. 5029094 und per E-Mail an tschimanski@stadtdo.de ist sie zu erreichen.
  • Laut Ullrich Sierau wird der nächste „Bürgerdialog Phoenix-See“ nächstes Jahr im März stattfinden.
  • Anlieger der Phoenixseestraße werden Mitte Dezember genauer über die anstehenden Baumaßnahmen informiert.
Lesen Sie jetzt