Kaum am Westenhellweg angekommen, steht bei einer Modekette möglicherweise schon die Vergrößerung ins Haus. © Stephan Schütze

Neues Modehaus hat gerade erst eröffnet – und denkt schon an Erweiterung

Am Westenhellweg hat gerade erst ein neuer Modeanbieter sein Geschäft aufgemacht. Nur knapp eine Woche später gibt es bereits Überlegungen, die Verkaufsfläche zu vergrößern. Und das schon bald.

Im Einklang mit den sinkenden Inzidenzwerten können City-Bummler seit Donnerstag (20.5.) wieder einkaufen.

Seitdem hat auch das Modehaus Sinn seine Türen geöffnet. Der Hagener Modeanbieter ist neu nach Dortmund gekommen und hat sich in der ersten Etage des früheren Kaufhof-Gebäudes am Westenhellweg niedergelassen.

Dort betreibt Sinn seinen „Red Store“ mit Damen- und Herrenbekleidung zu reduzierten Preisen. Und wie sind die ersten Tage seit der Eröffnung gelaufen? „Die Frequenz am Westenhellweg ist immer noch ein Bruchteil dessen, was in normalen Zeiten los ist“, sagt Sinn-Sprecher Friedrich-Wilhelm Göbel.

„Da ist noch deutlich Luft nach oben.“ An Standorten, an denen die Testpflicht für Kunden weggefallen sei, erreiche der Umsatz „inzwischen rund 90 Prozent des Üblichen“, sagt Göbel.

Nochmal 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche im ersten OG

Im Grundsatz aber, so der Unternehmenssprecher, „waren für uns die ersten Verkaufstage in Dortmund angesichts der Umstände gut“, sagt Göbel. Für den Fall, dass mit weiter sinkenden Inzidenzwerten die Käufer in die City zurückkehren und die Umsätze nach oben gehen, hat Sinn bereits einen Plan in der Schublade.

„Wir überlegen, die Verkaufsfläche auf das erste Obergeschoss auszuweiten“, sagte Sinn-Sprecher Göbel auf Anfrage. „Die Ware dafür haben wir.“ Bislang belegt das Bekleidungshaus die gesamte erste Etage über 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Nach mehr als 20 Jahren Abstinenz hat sich Sinn bis Ende 2022 im früheren Kaufhofgebäude niedergelassen. © Beushausen © Beushausen

Bei einer Vergrößerung würde Sinn bis zu weitere 1500 Quadratmeter im ersten Obergeschoss (OG) beziehen. „Die Option dafür wäre zwischen Ende August und Anfang September“, sagt Unternehmenssprecher Göbel.

Sinn sucht weiter nach einem festen Standort in der City

Man werde sich jetzt ein paar Wochen Zeit lassen. Göbel: „Spätestens Ende Juni haben wir das entschieden.“

Unabhängig davon bleibt das Engagement von Sinn im früheren Kaufhof-Gebäude ein Gastspiel. Der Mietvertrag ist bis Ende 2022 befristet. Danach dürfte das Gebäude von Galeria Karstadt Kaufhof erst einmal komplett entkernt und umgebaut werden. Wer mit welchen Nutzungen in die neue Immobilie zieht, ist noch völlig unklar.

Auch Sinn sucht bekanntlich noch einen endgültigen Standort in der City – das Modehaus will sich nach seinem Wegzug vom Westenhellweg 1999 wieder zu einer dauerhaft festen Größe in Dortmund etablieren. Im neuen Domizil will Sinn dann mit rund 6000 Quadratmeter Verkaufsfläche an den Markt gehen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Jahrgang 1961, Dortmunder. Nach dem Jura-Studium an der Bochumer Ruhr-Uni fliegender Wechsel in den Journalismus. Berichtet seit mehr als 20 Jahren über das Geschehen in Dortmunds Politik, Verwaltung und Kommunalwirtschaft.
Zur Autorenseite
Avatar

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt