Die Stadt hat am Freitag (23.7.) ihre Aussagen zu den Störungen des Blitzers am Fußballmuseum ergänzt. © (A)
Radarmessung

Neues vom Blitzer am Fußballmuseum – Stadt ergänzt ihre Angaben

Müssen Temposünder, die mit mehr als 30 km/h nachts auf dem Wall unterwegs waren und geblitzt wurden, mit Sanktionen rechnen? Die Stadt präzisiert nun ihre Aussagen zum Blitzer am Fußballmuseum.

Irritationen rund um den Blitzer am Fußballmuseum gibt es nicht nur für Autofahrer, sondern auch in der Kommunikation. Wie berichtet, löste die Radarsäule seit Anfang Juli (27. Kalenderwoche) zuweilen auch aus, wenn sich Autofahrer auf dem Dortmunder Wall tagsüber an die erlaubte Geschwindigkeit von 50 km/h hielten. Ein Knöllchen gab es aber für diese Personengruppe nicht.

Anders bei den Temposündern, die zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens mehr als die für diesen Zeitraum erlaubten 30 km/h auf dem Tacho hatten. Auf die Frage, ob diese Personen „während der eingeschränkten Funktionsfähigkeit des Blitzers“ ein Knöllchen bekommen haben, lautete die wörtliche Antwort der Stadt am Dienstag (20.7.): „Die Fahrzeugführenden, die in der Zeit von 21:00 Uhr bis 05:00 Uhr mit einer Geschwindigkeit über 30 km/h erfasst wurden, sind selbstverständlich sanktioniert worden. Die Messungen zwischen 21 Uhr und 5 Uhr sind von der Geschwindigkeitsmessanlage korrekt erfasst worden.“

Zehn Tage lang außer Betrieb gesetzt

Für Rechtsexperten war so ein Vorgehen unverständlich. So sagte zum Beispiel der in Verkehrsfragen erfahrene Dortmunder Rechtsanwalt Alfons Becker, bei eingeschränkter Funktionsfähigkeit sei jede Messung des Blitzers angreifbar.

Am Freitag (23.7.) ergänzte und präzisierte die Stadt nach unserer Berichterstattung daraufhin die Aussage des Ordnungsamtes. Jetzt heißt es, die oben zitierte Aussage beziehe sich „nur auf die Tage, an denen die Anlage einwandfrei funktioniert hat“. Vom 12. bis 21. Juli sei sie außer Betrieb gesetzt worden, und man habe verschiedene Einstellungen in Absprache mit dem Hersteller an der Anlage vorgenommen.

Seit Mittwoch (21.7.) ist der Blitzer störungsfrei

Um den ordnungsgemäßen Zustand der Anlage zu prüfen, sei eine kurzzeitige Inbetriebnahme zu Testzwecken erforderlich gewesen. „Diese Tests wurden an verschiedenen Tagen durchgeführt, im Schwerpunkt am 8.7. und vom 9.7. bis 12.7.2021.“, so die Stadt.

In diesen Zeiten sei es möglich gewesen, dass die Anlage Fahrzeuge erfasst, was zu Irritationen habe führen können. Und weiter: „Die in diesem Zusammenhang festgestellten ,Verstöße‘ sind allesamt aus datenschutzrechtlichen Gründen gelöscht worden. Demzufolge wurden auch keine Verfahren eingeleitet.“

Außerdem: Im Laufe des Mittwochs (21.7.) sei die Radarsäule wieder vollständig in Betrieb genommen worden, teilt die Stadt eher beiläufig mit: „Seitdem läuft sie störungsfrei“.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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