Neuntes Rekordjahr bei Hotelübernachtungen: So will Dortmund die zwei Millionen knacken

Tourismus

Dortmund wird immer mehr zum beliebten Reiseziel. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Übernachtungen auf 1,46 Millionen im Jahr verdoppelt. Das soll aber nicht das Ende sein.

Dortmund

, 08.01.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuntes Rekordjahr bei Hotelübernachtungen: So will Dortmund die zwei Millionen knacken

Der Signal Iduna Park ist bei Heimspielen des BVB ein großer touristischer Umsatzbringer. © Blossey

Immer mehr Geschäftsreisende und Touristen legen ihr müdes Haupt nachts auf die Kissen der aktuell 7621 Hotelbetten in Dortmund. 2018 war mit 1,46 Millionen Übernachtungsgästen das neunte Jahr in Folge ein Rekordjahr bei den Hotelübernachtungen. 60 Prozent der Übernachtungen waren beruflich bedingt, der Rest der Gäste kam als Touristen. Weitere knapp drei Millionen Gäste übernachteten bei Verwandten und Freunden, teilte die Stadt am Dienstag (7.1.) mit.

Dortmund ist allerdings auch eine Tagesreise wert. Im Jahr 2018 insgesamt 39 Millionen Mal. Die Gäste kommen dabei längst nicht nur aus Deutschland, sondern zunehmend aus dem Ausland. Mit einem Plus von 1,2 Prozent bei den Ankünften und 5,8 Prozent bei den Übernachtungen haben auch sie einen Anteil an der positiven Beherbergungsstatistik.

Starker Umsatzbringer

„Der Tourismus ist mit über 1,4 Milliarden Euro ein starker Umsatzbringer“, sagt der Chef der Dortmunder Wirtschaftsförderung, Thomas Westphal. Die Umsätze der Hotels seien in den vergangenen zehn Jahren um 64 Prozent gestiegen. Neben Hotellerie und Gastgewerbe (492,1 Millionen Euro) profitierten der Einzelhandel (653,6 Millionen Euro) und verschiedene Dienstleistungsorganisationen (328,4 Millionen Euro) etwa durch die Nutzung von Bus und Bahn, Eintrittsgelder und Tagungsgebühren von steigenden Umsätzen aus dem Tourismus.

Zudem sei er Jobmotor und bringe Menschen Arbeit, so der Wirtschaftsförderer. Die Einkommenswirkung des Tourismus in Dortmund entspreche umgerechnet fast 30.000 Arbeitsplätzen. Westphal: „Tourismus schafft und sichert immer mehr Arbeitsplätze in Dortmund.“

Verbesserte Stadtwerbung

Die Stadt steckt die Ziele aber noch um einiges höher. Bis 2024 soll Dortmund zwei Millionen Übernachtungsgäste verzeichnen. Der Erlebnischarakter der Stadt habe sich in den letzten Jahren „deutlich verbessert“, stellt Westphal fest, und das nicht nur für auswärtige Gäste, sondern auch für Dortmunds Bürger, vor allem die jüngeren. Ein Beispiel sei die Warsteiner Music Hall auf Phoenix-West und die Eröffnung des Tresor Clubs, ein Ableger des bekannten Berliner Szeneclubs, im Dezember in Hörde.

Auch in der Stadtwerbung will Dortmund unter anderem die neuen technischen Möglichkeiten nutzen, um sie im Netz besser auf individuelle Interessen zuzuschneiden, kündigt Westphal an: „Wir sind damit bundesweit einmalig.“

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