Neustart für Quartiersmanagement Nordstadt

Pläne der Verwaltung

Sie sind Ansprechpartner für Anwohner und Geschäftsleute, organisieren Feste und Gesprächskreise und kümmern sich um Alltagssorgen – das Quartiersmanagement ist aus der Nordstadt nicht mehr wegzudenken. Doch es bahnen sich grundlegende Veränderungen und eine kurze Durststrecke an.

DORTMUND

, 20.09.2014, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Quartiersmanagement Nordstadt startete mit dem EU-Programm Urban II im Jahr 2002.

Nach Auslaufen der Förderung übernahm die Stadt mit Unterstützung der Wohnungswirtschaft die Finanzierung.

Aktueller Träger ist der Verbund „Stadtentwicklung Nord“ aus Sozialem Zentrum und Stadtteil-Schule.

Die Zentrale des Quartiersmanagements ist an der Mallinckrodtstraße 56.

Die Grünen hatten die Sorge geäußert, dass das Quartiersmanagement zumindest für ein halbes Jahr komplett eingestellt wird. „Wir wollen, dass es nahtlos weiter geht. Sonst besteht die Gefahr, dass über Jahre aufgebaute Strukturen kaputt gehen“, stellten die Fraktionssprecher Ingrid Reuter und Ulrich Langhorst gemeinsam mit Nordstadt-Ratsvertreter Dirk Logemann fest. Sierau nahm den Ball auf. Es werde eine „Brückenlösung“ mit dem bisherigen Quartiersmanagement geben, kündigte er an. Übrig bleiben wird aber wohl nur ein Rumpfteam. Denn die Summe, die für das halbe Jahr zur Verfügung steht, wird weniger als 90.000 Euro betragen. Bislang steht dem Quartiersbüro mit fünf Quartiersmanagern aus städtischen Mitteln eine Summe von 240.000 Euro im Jahr zur Verfügung, die von der Wohnungswirtschaft in der Nordstadt in diesem Jahr um 37 500 Euro aufgestockt wurde, um Projekte und Fest organisieren zu können.

Darauf setzt die Verwaltung auch in Zukunft. Man werde für das neue Quartiersmanagement wieder Geld in den Haushalt einstellen, kündigte Sierau an. Die Wohnungswirtschaft habe ebenfalls ihre Bereitschaft erklärt, sich weiter finanziell zu engagieren –  mit Option auf mehr als bisher. Das soll sich auch inhaltlich niederschlagen. Neben Zuwanderung soll das Thema Wohnen künftig bei der Arbeit der Quartiersmanager eine größere Rolle spielen. „Es soll stärker in Richtung Brot- und Butter-Themen gehen“, sagte Sierau.

Dass die Verwaltung bis jetzt noch nicht, wie vom Rat beschlossen, ein Konzept für die dauerhafte Fortsetzung des Quartiersmanagements vorgelegt hat, begründete Sierau mit personellen Engpässen. Nicht zuletzt hofft die Stadt wieder auf Fördermittel, die aus einem Sondertopf des Bundesprogramms „Soziale Stadt“ fließen könnten. Man werde Ende Oktober einen Förderantrag stellen, kündigte Planungsdezernent Martin Lürwer an. Es gebe eine „begründete Hoffnung“ auf Unterstützung.

Das Quartiersmanagement Nordstadt startete mit dem EU-Programm Urban II im Jahr 2002.

Nach Auslaufen der Förderung übernahm die Stadt mit Unterstützung der Wohnungswirtschaft die Finanzierung.

Aktueller Träger ist der Verbund „Stadtentwicklung Nord“ aus Sozialem Zentrum und Stadtteil-Schule.

Die Zentrale des Quartiersmanagements ist an der Mallinckrodtstraße 56.

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