Nordstadt-SPD: Sportwelt ist Schuld an Freibad-Misere

Freibad Stockheide

Die unsichere Zukunft des Freibads Stockheide wird immer mehr zum Politikum. Jetzt schießt die Nordstadt-SPD scharf gegen die Sportwelt Dortmund GmbH als Badbetreiber. Heute geht es im Sportausschuss um das akut gefährdete Freibad.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 05.11.2013, 01:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schotten dicht - das Freibad Stockheide könnte bald ganz schließen.

Schotten dicht - das Freibad Stockheide könnte bald ganz schließen.

Dabei konnte der Betrieb des Bades schon in den vergangenen Jahren nur mit notdürftigen Reparaturmaßnahmen durch die Sportwelt GmbH gesichert werden. „Wir öffnen, so lange wir es hinkriegen“, betont Sportwelt-Geschäftsführerin Claudia Heckmann. Nur irgendwann werde das angesichts der Bauschäden nicht mehr gehen.Nach Ansicht der Nordstadt-SPD ist allerdings nicht die städtische Haushaltslage, sondern die Sportwelt GmbH selbst schuld am drohenden Aus für das Freibad Stockheide. Sie sei konzeptionslos, investiere nur in die Freibäder im Dortmunder Süden und gebe nicht einmal Auskunft über die Höhe des städtischen Zuschusses und dessen Aufteilung, lauten die Vorwürfe.

Die Höhe des Zuschusses beträgt pro Jahr – wie von der Politik beschlossen – 1,3 Millionen Euro. Den erhält die Sportwelt GmbH für den Betrieb der Freibäder Volksbad, Wellinghofen, Froschloch, Hardenberg und Stockheide sowie des Hoeschparks. Und davon stecke man durchaus auch Geld in das Freibad Stockheide, wie Claudia Heckmann auf Anfrage erklärt. Zuletzt seien die Toilettenanlage neu gebaut und die Duschen erneuert worden. Dazu musste der Kopf des Schwimmbeckens zum Start der letzten Saison notdürftig repariert werden. Für größere Investitionen sei aber die Stadt als Eigentümerin und nicht die Sportwelt GmbH als Pächterin zuständig.

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