Tattoostudios dürfen nun doch öffnen - einige brauchen aber noch Zeit

mlzCorona-Verordnung

Als letztes Bundesland hat nun auch NRW reagiert und die Öffnung von Tattoo- und Piercingstudios wieder erlaubt. Doch der tatsächliche Betrieb verzögert sich in Dortmund stellenweise noch.

Dortmund

, 20.05.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachricht kam sowohl kurzfristig als auch überraschend und sorgte dennoch für Freude: Seit Mittwoch (20.5.) darf in Nordrhein-Westfalen wieder tätowiert und gepierct werden. Damit reagiert NRW als letztes Bundesland auf das anhaltende Unverständnis innerhalb der Branche.

Obwohl laut Stufenplan der Landesregierung NRW ursprünglich eine Öffnung der Betriebe für Anfang Juni vorgesehen war, dürfen die Geschäfte den Betrieb nun schon deutlich früher wieder aufnehmen. Ein Grund zur Freude, doch ein kurzfristiger Besuch beim Tätowierer oder Piercer ist in Dortmund häufig noch nicht möglich.

Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen vielfach kein Problem

„Ich habe am Dienstagabend über die sozialen Medien davon erfahren, dass wir theoretisch ab Mittwoch wieder öffnen dürfen“, erklärt Tätowierer Andreas Hentschel. Natürlich sei die Freude groß, schließlich gehe es auch um die wirtschaftliche Existenz. „Allerdings ist der Beschluss natürlich jetzt auch super kurzfristig veröffentlicht worden“, so Hentschel.

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Deshalb hat sich der Betreiber eines Tattoostudios an der Märkischen Straße dazu entschlossen, sein Geschäft erst ab Montag (25.5) wieder zu öffnen. Dies hänge allerdings nicht mit den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen wie dem Tragen eines Mund-Nasenschutzes und der verstärkten Desinfektion zusammen.

Vorerst keine Laufkundschaft

„Die Hygienestandards sind in Tattoo- und Piercingstudios ohnehin hoch. Deren Umsetzung ist kein Problem und da ist jetzt auch nichts Neues dabei. Aber wir müssen erst einmal unsere Kunden informieren und neue Termine vereinbaren. Und das geht einfach nicht von heute auf morgen“, betont Hentschel.

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Denn: Um die Sicherheitsmaßnahmen und Abstandsregeln einhalten zu können, werde man zunächst auf Laufkundschaft verzichten und somit lediglich nach Terminvergabe arbeiten.

Zukunft war für viele Betreiber ungewiss

Laut Hentschel gehe es auch vielen seiner Kollegen so. Die Branche freue sich darüber, dass es endlich klare Aussagen gebe und wer bereit ist, könne ja auch bereits loslegen. „Trotzdem haben mir auch viele Kollegen gesagt, dass auch sie erst ab kommender Woche wieder tätowieren.“

Doch das Wichtigste sei ohnehin, dass der Betrieb überhaupt wieder aufgenommen werden dürfe. Hentschel: „Wir haben uns immer die Frage gestellt, wann dürfen wir endlich wieder öffnen und wie verdienen wir sonst unseren Lebensunterhalt. Die Situation war immer etwas unklar. Da haben wir jetzt wenigstens Gewissheit.“

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