Nur 20 Räder im "Fahrrad-Palast"

DORTMUND Für 86.000 Euro ließ die rotgrüne Mehrheit in der Bezirksvertretung Innenstadt-West eine verschließbare Abstellanlage für 120 Fahrräder am Leibniz-Gymnasium errichten. "Völlig überdimensioniert und viel zu teuer", hatte die CDU-Fraktion kritisiert. Jetzt hat sie nachgezählt - und fühlt sich bestätigt.

von Von Gaby Kolle

, 17.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Im Schnitt 20 Räder pro Tag zählte die CDU-Fraktion in der diebstahlsicheren und für 120 Räder ausgerichteten Abstell-Anlage am Leibniz-Gymnasium. Abegg</p>

<p>Im Schnitt 20 Räder pro Tag zählte die CDU-Fraktion in der diebstahlsicheren und für 120 Räder ausgerichteten Abstell-Anlage am Leibniz-Gymnasium. Abegg</p>

Karl-Hans-Schlifka, Mitglied der CDU-Fraktion, hat vom 10. August bis 6. September täglich eine Fahrradzählung an der Radstellablage, einer Art Hochsicherheitstrakt für Drahtesel, sowie der außenstehenden Räder am Leibniz-Gymnasium und der Röntgen-Realschule gemacht. Ergebnis: Es wurden an keinem Tag mehr als 24 Fahrräder während des laufenden Schulbetriebs in dem Radkäfig gezählt.

An 13 Tagen gezählt

"Die Ergebnisse waren selbst für uns mehr als ernüchternd", so CDU-Fraktionsvorsitzender Jörg Tigges. Der Durchschnitt der abgestellten Räder bei 13 Zähltagen lag bei rund 20 am Tag.

Die CDU-Fraktion wird regelmäßig weiter zählen, kündigt Tigges an: "Vielleicht ist dieser Radpalast mal ein Thema für den Bund der Steuerzahler."

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