Gesundheit

Nur wenige Dortmunder Teenager nutzen die gesundheitliche Vorsorge

Das Thema Vorsorge stößt bei Jugendlichen in Dortmund auf eher wenig Beliebtheit. Selten gehen sie zu medizinischen Checks. Das geht zumindest aus einer aktuellen Auswertung der AOK hervor.
Die Jugenduntersuchung dient dazu, gegen Krankheiten und andere Probleme vorzubeugen. © AOK

Obwohl die Gesundheitsangebote von Krankenkassen gerade für Jugendliche enorm wichtig seien, wie die AOK NordWest mitteilt, sind die medizinischen Checks der AOK im Jahr 2020 nur von wenigen Jugendlichen in Dortmund in Anspruch genommen worden.

Bloß 19,5 Prozent aller AOK-versicherten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren haben die Angebote zu medizinischen Checks wahrgenommen. Das bedeutet, nur jeder fünfte Teenager in Dortmund hat die gesundheitliche Vorsorge genutzt.

Im Vorjahr waren es noch 20,2 Prozent. Auch im Vergleich zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder sind die Untersuchungen für Jugendliche deutlich unbeliebter.

Die AOK macht Corona für den Abstieg verantwortlich

Dass der Wert gesunken ist, hat laut AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock einen besonderen Grund: „Die Corona-Pandemie hat den Rückgang weiter verstärkt, da die Menschen unter den Pandemiebedingungen Arztbesuche vermeiden wollten.“

Dabei bieten die Gesundheit-Checks durch Gespräche mit Ärzten auch die Möglichkeit, sich über die geistigen und sozialen Kompetenzen beraten zu lassen, wie die AOK bestätigt.

Die Voruntersuchung für Jugendliche wird in zwei sogenannten Jugenduntersuchungen angeboten, die als J1 und J2 bekannt sind. Bei der J1 sollen Größe, Gewicht, Blut und der Impfstatus überprüft werden. Zusätzlich wird auf Aspekte wie Hautprobleme, Essstörungen oder Übergewicht eingegangen.

Die J2 beschäftigt sich mit Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, Haltungsfehlern und Diabetes-Risiko.

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