Obdachloser soll versucht haben, acht Menschen lebendig zu verbrennen

mlzProzess um Mordversuch

Ein Obdachloser steht in Dortmund vor Gericht. Im Prozess um achtfachen versuchten Mord werden jetzt Zeugen vernommen.

Dortmund

, 02.07.2020, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei einem nächtlichen Brand in einem sechsstöckigen Wohnhaus an der Mallinckrodtstraße kam es Ende November 2019 nur durch viel Glück nicht zur Katastrophe. In letzter Sekunde gelang es der Feuerwehr, alle Bewohner des Hauses aus ihren Wohnungen zu retten. Weil das Treppenhaus bereits stark verraucht war, wurden dabei Fluchthauben und eine Drehleiter eingesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hat einen 42-jährigen Obdachlosen wegen achtfachen Mordversuchs angeklagt. Der Mann soll am späten Abend einen Kanister Diesel im Keller des Hauses ausgeschüttet und den Brandbeschleuniger angezündet haben.

Der Angeklagte beschuldigt dagegen seine damalige Freundin, mit der er sich kurz vor dem Ausbruch des Feuers heftig gestritten habe. „Ich habe den Kanister in den Keller geworfen und bin abgehauen“, sagte er den Richtern. Die Frau müsse anschließend den Brand gelegt haben.

Die 31-Jährige will davon weiter nichts wissen. Klar ist aber: Schon in ihrer polizeilichen Vernehmung in derselben Nacht hinterließ sie einen merkwürdigen Eindruck. „Vieles von dem, was sie sagte, war schwer nachzuvollziehen“, erinnerte sich eine Polizeibeamtin als Zeugin vor Gericht. Und die Polizistin wusste auch zu berichten, dass die 31^-Jährige wegen einer anderen Brandstiftung vorbestraft ist.

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