Oberbürgermeister Sierau: „Wir in Dortmund richten uns nach dem Nachhaltigkeits-Viereck“

Grußwort zum Jahreswechsel

In einem Grußwort zum Jahreswechsel steckt Oberbürgermeister Ullrich Sierau ab, wo es in Dortmund im neuen Jahr langgehen soll und was 2020 für ihn persönlich bedeutet.

Dortmund

, 01.01.2020, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Oberbürgermeister Sierau: „Wir in Dortmund richten uns nach dem Nachhaltigkeits-Viereck“

Oberbürgermeister Ullrich Sierau blickt mit Zuversicht ins neue Jahr. © Dieter Menne

Dortmunds Arbeitslosenquote lag im vergangenen November mit 9,9 Prozent endlich wieder unter der 10-Prozent-Marke, und die Stadt hat im selben Monat mit 603.606 Bürgerinnen und Bürgern wieder die höchste Einwohnerzahl seit 1994 erreicht – und sie wächst weiter.

Wirtschaftliche Eintrübungen werde die Stadt durch eine robuste Wirtschaft, eine starke Gründerszene und innovative Start-Ups kompensieren, schreibt Oberbürgermeister Ullrich Sierau in seinem Grußwort zum Jahreswechsel. Ziel bleibe es, angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt, den Dortmunderinnen und Dortmundern „Wohnen für alle“ zu bieten – bezahlbar und der Nachfrage entsprechend.

Roboter-Olympiade und Fußball-EM

Junge Studierende blieben nach Abschluss ihres Studiums in Dortmund „hängen“ so der OB, die Dortmunder Forschung spiele in der Champions League, Dortmund werde mit Hilfe der Digitalisierung von Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft zur „smarten Stadt“. Aufgrund der hohen Lebens- und Freizeitqualität der Stadt könne man für das vergangene Jahr erstmals mit über 1,4 Millionen Übernachtungen in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben rechnen.

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Der erste Bürger Dortmunds schaut „voller Zuversicht in das neue Jahr 2020 und auch in die weitere Zukunft unserer Stadt“. Große Ereignisse wie die Welt-Roboter-Olympiade 2021, die Fußball-Europameisterschaft 2024 und die Internationale Gartenausstellung IGA 2027 sendeten bereits ihre Strahlen voraus.

Dortmund wird zur Fahrradstadt

„Auch in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden wir weiter vorangehen“, kündigt der OB an. Dortmund werde Fahrradstadt. Sierau: „Wir wollen ein Verkehrsmodell entwickeln, das Umweltverträglichkeit sicherstellt und den Rad- und E-Bike-Verkehr massiv fördert. Wir orientieren uns bei diesen Themen weiterhin am sogenannten ,Nachhaltigkeits-Viereck‘, bestehend aus den Dimensionen Ökonomie, Ökologie, Soziales und Zivilgesellschaft.“ An diesen Grundpfeilern richte Dortmund seine nachhaltige Stadtentwicklung aus – und das nicht erst, seit es die 17 Nachhaltigkeitsziele gebe, betont Sierau.

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Manchen Menschen machten die rasanten Umbrüche unserer Zeit und unserer Gesellschaft Angst, weiß der OB, mahnt aber, Ab- und Ausgrenzung seien keine guten Strategien. „Im Gegenteil: Vielfalt – oder ‚Diversität‘ – ist ein entscheidender Standortfaktor für eine erfolgreiche Zukunft. Wer sich dem verschließt wird abgehängt.“ In Zeiten des Wandels sei es unabdingbar, positive Ideen und tragfähige Perspektiven für eine gerechte und nachhaltige Zukunft für alle zu entwickeln.

Braumeistertag und Beethoven-Marathon

„Freuen wir uns gemeinsam darauf, was das neue Jahr bringt“, sagt Sierau. Sicher sei schon jetzt, dass es viel zu feiern geben werde. Neben bewährten Highlights wie dem E-Bike-Festival, dem Stadtfest Dortbunt und den City-Konzerten warteten auf die Dortmunder auch so außergewöhnliche Ereignisse wie der Deutsche Braumeistertag und der Beethoven-Marathon. „Höhepunkt in Sachen ökonomischer Transformation wird sicherlich die Eröffnung des neuen Wilo-Campus‘ im April sein, ebenso wie die Übergabe der Nortkirchenstraße.“

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Zudem ruft der Oberbürgermeister dazu auf, sich am 13. September an den Kommunalwahlen zu beteiligen. Da er bekanntlich als OB nicht wieder antritt, bedeute das neue Jahr 2020 für ihn persönlich „auch einen Einschnitt“. Er sagt: „Ich freue mich auf viele Möglichkeiten des Austauschs und bin sicher, dass Dortmund die besten Voraussetzungen für eine gute Zukunft hat.“

Dank an die Ehrenamtlichen

Sieraus ausdrücklicher Dank gilt denjenigen, die sich ehrenamtlich engagieren – für Umweltschutz, für Geflüchtete, die Feuerwehr und in Kulturvereinen. „Sie packen die Dinge an und leisten so einen zentralen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft. Danke dafür!“

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