Offener Tumor am Bein: Tierschützer holen völlig verwahrlosten Hund aus Evinger Wohnung

Besitzer kümmerten sich nicht

Tierschützer haben in Eving einen krassen Fall von Tier-Verwahrlosung entdeckt: Der Hund litt unter mehreren, teils offenen Tumoren. Seine Besitzer verstehen die Aufregung um ihr Tier nicht.

Dortmund

07.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Offener Tumor am Bein: Tierschützer holen völlig verwahrlosten Hund aus Evinger Wohnung

Der elf Jahre alte Terrier litt unter gleich mehreren Tumoren. © Arche 90

Es ist ein schockierender Fall, von dem die Organisation „Arche 90“ auf ihrer Internetseite berichtet: Nachdem ein Hinweis auf einen verwahrlosten Hund bei den Tierschützern eingegangen war, statteten diese einem älteren Paar in Eving einen Besuch ab. Der Hund – ein elf Jahre alter Airedale-Terrier – „stank erbärmlich, da er offensichtlich noch nie gebadet oder auch nur gekämmt worden war“, schreiben die Tierschützer.

Bei einer ersten Untersuchung entdeckten sie einen offenen Tumor am Hinterlauf, „der sich in den Knochen fraß und an einigen Stellen bereits verweste.“ Danach stieß das Team noch auf zwei weitere Tumore an Hoden und Penis. Als sie die Besitzer des Hundes fragten, warum sie denn nichts an dem schlechten Zustand ihres Tieres gemacht haben, hätten diese laut Arche-90-Bericht die Frage nicht verstanden: Das Tier sei doch in Ordnung, hätten sie geantwortet.

Beim Tierarzt, für den „Arche 90“ die Kosten übernahm, kam heraus, dass der Hund darüber hinaus auch noch 40 Grad Fieber und Herzprobleme hatte. Der Arzt entschloss sich, das Tier einzuschläfern.

Der Hund war nicht das einzige Tier in der Evinger Wohnung: Nach Angaben von „Arche 90“ hausen dort noch zwei Kanarienvögel „in 20 bis 30 Zentimeter kleinen Käfigen“, außerdem gebe es mehrere verwahrloste Aquarien. Das Veterinäramt sei informiert, so die Tierschützer.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Haustiere

Tierhandel bei Ebay: Wie ein Dortmunder (48) seinen neuen Dobermann ans Tierheim verlor

Seit er Dobermänner in der Serie „Magnum“ sah, ist der Dortmunder Andreas Wighardt in Hunde dieser Rasse vernarrt. An seinem neuen Welpen hatte er nur kurz Freude – er wurde ihm weggenommen. Von Michael Schnitzler

Lesen Sie jetzt