Jede Menge Imbissbuden und Kioske gibt es im Brückstraßenviertel. Nicht immer tragen die Menschen hinter den Tresen einen Mund-Nasen-Schutz. © Oliver Schaper
Maskenpflicht

Ohne Maske im Imbiss oder im Kiosk: Das ist nicht immer verboten

Ein Jahr Maskenpflicht in Dortmund: Viele Menschen haben sich so sehr daran gewöhnt, dass es sie wundert, wenn Kioskbetreiber oder Gastronomen keine Maske tragen. Das müssen sie aber nicht immer.

Seit einem Jahr gilt in Supermärkten die Maskenpflicht. Die allermeisten Kunden haben sich daran gewöhnt und tragen den Mund-Nasen-Schutz (MNS) ordnungsgemäß. In Imbissbuden oder Kiosken werden die Masken aber nicht immer über Mund und Nase getragen.

„Der Typ hielt es nicht für nötig, einen MNS zu tragen, während er mein Essen zubereitet hat“, schrieb etwa am Montag (3.5.) jemand bei Twitter über den Besuch einer Imbissbude im Dortmunder Brückstraßenviertel.

Dabei besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands, wenn die Räumlichkeiten den Kunden zugänglich sind. So steht es in der Corona-Schutzverordnung.

Glaswand kann Maske ersetzen

Dort ist aber auch zu lesen: „Die Verpflichtung kann für Inhaber und Inhaberinnen sowie Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches) ersetzt werden.“ Dies gilt laut Stadtsprecher Maximilian Löchter auch bei der Bedienung am Fenster und für Kioske.

Bei einem Erstverstoß gegen diese Regeln werden in Dortmund 50 Euro Verwarngeld fällig. Bei erneuten Verstößen derselben Person wird die vorherige Summe jeweils verdoppelt.

Für Kioske und Gastronomen gibt es keine detaillierten Fallzahlen. Insgesamt sind bislang in Dortmund aber 2228 Verwarngelder wegen Masken-Verstößen verhängt worden, so Löchter.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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