Schärfere Corona-Kontrollen: Was die 30 neuen Stadt-Mitarbeiter leisten sollen

mlzTask Force Corona

Zur Kontrolle der Einhaltung der Corona-Regeln sucht die Stadt jetzt 30 neue Außendienst-Mitarbeiter. Bestimmte Voraussetzungen und Fähigkeiten sind dabei entscheidend.

Dortmund

, 27.10.2020, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Maskenpflicht auf vielen Straßen im Zentrum und in den Stadtteilen, nur fünf Personen dürfen sich im öffentlichen Raum treffen, Gästelisten in den Restaurants: Diese und weitere Regeln gelten in Dortmund seit einiger Zeit.

In den vergangenen Wochen kamen immer mehr Vorgaben hinzu. Doch das Problem ist, dass die Stadt nicht mehr hinterherkommt, die Regeln auch zu kontrollieren.

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Daher kündigte Norbert Dahmen, Leiter des Ordnungsamtes, am Dienstag (27. Oktober) an, künftig mehr Beschäftigte aus den Ordnungsämtern auf die Straßen zu schicken Zudem soll eine Task Force Corona gegründet werden. „Mehr Kontrollen fordern mehr Köpfe. Gerade dann, wenn Hinweise nicht mehr ausreichen.“

Bereits am Freitag (23. Oktober) hatte die stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes Heike Tassilo mitgeteilt: „Mitarbeiter aus den Bereichen Vollzugs- und Ermittlungsdienst, Ausländerbehörde, Lebensmittelüberwachung und Gewerbeabteilung sollen Kontrolldruck in die Fläche bringen, so dass die Regeln auch eingehalten werden.“

30 Mitarbeiter werden gesucht

Die Maxime der Stadt: „Das Einhalten der Regeln ist wichtiger als Bußgeld. Aber wir wollen auch den Kontrolldruck etwas erhöhen. Es soll eine freundliche Ansprache erfolgen, aber wir wollen künftig die Maßstäbe auch strenger umsetzen“, sagte Heike Tassilo.

Für die Task Force Corona sucht die Stadt satte 30 Mitarbeiter für den Außendienst. Die Task Force wird ihre Arbeit zeitnah beginnen - einen genauen Start-Zeitpunkt gibt es laut Norbert Dahmen nicht. Die Arbeit der eigenen Arbeitsgruppe soll bis zum 31. Dezember 2021 andauern.

„Körperliche Fitness wichtig“

Bei der Bewerbung ist das Beilegen eines polizeiliches Führungszeugnisses vonnöten. „Das gehört bei Mitarbeitern der Stadt zum Standard“, erklärte Ordnungsamtsleiter Norbert Dahmen.

In der Ausschreibung wird zudem mehrfach die körperliche Fitness erwähnt. Aber wozu ist diese eigentlich wichtig? Braucht es Fähigkeiten im Nahkampf? „Nein. Das ist damit nicht gemeint“, sagte Dahmen, „es geht darum, dass täglich etliche Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden müssen. Daher ist es wichtig, einen gewissen Fitnesszustand zu haben.“

Da die Kontrollen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt werden, ist ein Führerschein der Klasse B erforderlich. Eine Beschäftigung ist sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit möglich.

Der Aufbau der Task Force Corona ist notwendig, weil das Ordnungsamt die aktuellen Verstöße gegen die Corona-Regeln mit dem vorhandenen Personal nicht ahnden und die Kontrollen nicht auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten kann.

Auch Menschen in Quarantäne werden kontrolliert

Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Kontrolle von privaten Feiern - mit Feststellung der Personenzahl, Nachverfolgbarkeit der Kontakte und Weiterem sowie Streifengänge im Dortmunder Stadtgebiet mit Blick auf die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung.

Neben dem Einsatz als schnelle Eingreiftruppe werden auch Personen, die sich in Quarantäne befinden, bei Verstößen gegen die Quarantäneauflagen kontrolliert.

Zusätzlich zu den 30 Außendienstmitarbeitern soll ein Innendienstteam entstehen. Vier Mitarbeiter sollen dafür zuständig sein, Fragen zu den geltenden Regeln zu beantworten und die effektive Kommunikation sicherzustellen - hierbei soll es sowohl um Fragen aus der Wirtschaft gehen, etwa aus der Gastronomie, als auch um all jenes, was die Bürger bewegt.

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