Orkan „Sabine“: Tausende Schäden bei Dortmunder Versicherungen gemeldet

mlzSturmfolgen

Sturmtief „Sabine“ hat Spuren hinterlassen. Die entstandenen Schäden in Dortmund halten sich dabei in Grenzen - wirken sich aber auf die Arbeit der hiesigen Versicherungen aus.

von Tabea Prünte

Dortmund

, 10.02.2020, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die starken Sturmböen des Sturmtiefs „Sabine“ hielten vor allem am Sonntag (09.02.) und Montag (10.02.) eine große Anzahl an Einsatzkräften auf den Beinen. Und auch bei den Versicherungen steigt der Arbeitspegel. Doch sie waren vorbereitet.

„Wir wussten, dass der Sturm auf uns zukommt und haben uns dementsprechend gewappnet“, so Simone Szydlak, Sprecherin der Versicherungen des Volkswohl Bund. „Wir haben mit Schlimmerem gerechnet“, so Szydlak. Bisher (Stand: Montagmittag) seien keine Großschäden gemeldet worden. Die häufigsten Schadenmeldungen drehten sich um heruntergefallene Dachziegel und umgefallene Bäume - „keine Katastrophen, aber natürlich mehr als an einem gewöhnlichen Tag.“

Szydlak rechnet damit, dass viele Schadensmeldungen noch in den nächsten Tagen kommen können. „Für uns heißt das: erstmal noch abwarten.“

Mehr als 5.000 gemeldete Sachschäden

Bei der Signal Iduna Gruppe seien bisher rund 5.000 Sachschäden gemeldet worden - auch hier vorrangig die klassischen Wohngebäudeschäden an Dächern. Aber auch Meldungen über umgestürzte Bäume, beschädigte Vordächer und Carports halten die Mitarbeiter beschäftigt.

Um die Fälle bearbeiten zu können, seien am Montag alle verfügbaren Mitarbeiter im Dienst gewesen und sorgten für eine gute Erreichbarkeit an der Telefon-Hotline, wie die Versicherung auf Anfrage mitteilt. „Derzeit haben wir das Anrufaufkommen sehr gut im Griff“, versichert die Versicherungsgruppe. „Es ist zwar mehr los als an normalen Tagen, doch entspannter als beispielsweise bei „Friederike“, die im Januar 2018 durchzog.“

Der Continentale Versicherungsverbund konnte zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage zu eingegangenen Schadenfällen geben.

Tipps der Verbraucherzentrale NRW

Welche Versicherung zahlt, ist abhängig vom jeweiligen Schadenfall. Für Schäden am Haus, die durch den Sturm verursacht wurden, kommt im Regelfall die Wohngebäudeversicherung auf. Dazu zählen zum Beispiel Schäden am Hausdach durch heruntergefallene Ziegel. Schäden an Einrichtungsgegenständen oder an Möbelstücken übernimmt die Hausratversicherung.

Diese Versicherungen kommen jedoch nicht auf im Falle von Überschwemmungen durch Hochwasser oder extremen Regen. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt daher, zusätzlich zu einer Wohngebäude- und einer Hausratsversicherung eine Elementarschadenversicherung abzuschließen.

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