Der Impffahrplan füsr Impfzentrum in Dortmund ist offenbar nicht immer zuverlässig und scheint sich kurzfristig zu ändern. Diese Erfahrung hat nun ein Wickeder gemacht. © Kevin Kindel

Osterruhe im Impfzentrum? Wie es bei den Impfungen in Dortmund weitergeht

An Ostern wird das Coronavirus keine Ferien machen - doch arbeitet das Dortmunder Impfzentrum an den Feiertagen auch weiter? Und wie geht es mit den Impfungen nach Ostern weiter?

In Dortmund werden seit Februar die Spritzen im Impfzentrum auf Phoenix-West gesetzt. Zunächst waren die Über-80-Jährigen und bestimmte Berufsgruppen an der Reihe. Wie sieht es aber aus mit der Impfstrategie rund um die Osterfeiertage?

Osterruhe auf Phoenix-West?

Eine Osterruhe im Impfzentrum auf Phoenix-West wird es nicht geben, bestätigt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf Anfrage. „Es gibt keine angepassten Öffnungszeiten, es läuft alles weiter wie gehabt“, sagte KVWL-Sprecherin Vanessa Pudlo am Dienstagnachmittag.

Von 8 bis 20 Uhr werden demnach auch von Karfreitag bis Ostermontag die Impfwilligen mit Termin ihre Impfung erhalten. Wie viele das über die Feiertage sein werden, darüber kann die KVWL nach eigenen Angaben eine detaillierte Aufstellung „ad hoc nicht zur Verfügung stellen“.

Laut aktuellem Impfbericht der KVWL vom Mittwoch (31.3.) haben 55.982 Dortmunder die Erstimpfung erhalten. Damit liegt die Impfquote bei 9,54 Prozent. Die zweite Dosis haben laut Bericht 20.191 Dortmunder bekommen. Damit sind 3,44 Prozent in der Stadt vollständig geimpft.

Impfstrategie nach den Feiertagen: Arztpraxen starten Impfen

Wann damit zu rechnen sein kann, dass etwa 70 Prozent der Dortmunder geimpft sein könnten, hat unsere Redaktion bei der KVWL angefragt. Darüber könne man „angesichts der sich regelmäßig ändernden verschiedenen Einflussfaktoren“ wie tatsächlich gelieferte Impfstoffmenge, Anpassung der Impf-Priorisierung, Anzahl der Impfwilligen oder Anzahl der Impfungen in den Arztpraxen aber keine verlässliche Prognose geben, so Pudlo.

Am Dienstag (6.4.), soll es aber bei der Impfstrategie weitere Fortschritte geben. Dann werden die Arztpraxen in die Impfkampagne involviert. Das sei der wichtigste Schritt seit Wochen, sagt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KVWL. „Das Impfen ist jetzt da angekommen, wo es hingehört.“

KVWL richtet Bitte an Dortmunder

Einschränkungen gibt es aber weiterhin. Die verfügbare Impfstoffmenge reiche zurzeit immer noch nicht aus, um allen Bürgern zur gleichen Zeit ein Impfangebot zu machen. Eine Priorisierung der Anspruchsberechtigten gemäß der Impf-Verordnung sei deshalb weiterhin nötig – auch in den Arztpraxen. Aufgrund der geringen Impfstoffmenge in den einzelnen Praxen werden wohl zunächst bettlägerige Patienten in der eigenen Häuslichkeit mit Impfstoff versorgt.

Die Ärzte kommen selbst auf Patienten zu, die für eine Impfung infrage kommen, erklärt die KVWL und richtet folgende Bitte an die Dortmunder: „Bitte sehen Sie von telefonischen Nachfragen in den Praxen ab, um die Praxisteams nicht unnötig zu belasten!“ Die Impfungen werden frühestens am Mittwoch (7.4.) nach Ostern starten.

79-Jährige und Lebenspartner nach Ostern an der Reihe

Ebenfalls am Dienstag nach Ostern (6.4.) beginnt laut KVWL dann auch die Impfterminvergabe für die 79-jährigen und die über 60-Jährigen. Die Impfeinladung der Bürger über 70 Jahren erfolgt jahrgangsweise, um die Anmeldesysteme nicht zu überlasten.

Die Terminbuchung erfolge entweder telefonisch unter 0800 116 117 02 oder online unter www.116117.de. Dann soll es laut KVWL auch die Möglichkeit geben, für den Lebenspartner einen Impftermin „aktiv“ zu buchen. Das Alter des Lebenspartners sei dabei nicht entscheidend.

Die Impfungen erfolgen dann frühestens ab dem 8. April (Donnerstag). Das NRW-Gesundheitsministerium werde darüber informieren, ab wann die weiteren Jahrgänge einen Impftermin buchen können, so die KVWL. Die Terminvergabe für die priorisierten Berufsgruppen erfolgt weiterhin über die Stadt Dortmund.

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken