Ostwall zeigt ver-rückte Sammlung

13.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Museum am Ostwall ist mal wieder die Sammlung in Bewegung. Landschaftsbilder vor allem im Expressionismus sind es diesmal, die in den Vordergrund gerückt sind. Neu zu sehen ist bis März 2008 etwa Christian Rohlfs pointillistisches Gemälde "Ruhrtal bei Herdecke" aus dem Jahr 1902, das nun mit Bildern von Otto Müller, Max Pechstein und Karl Schmidt Rottluff in einem Raum hängt. "Die Expressionisten zeigen die Objekte in der Landschaft flach, mit Kontrast-Farben. Landschaften drücken bei ihnen Gefühle aus", sagt Museumssprecherin Regina Selter. So schimmert der Himmel bei Ernst Ludwig Kirchners "Stafelalp bei Mondschein"grünlich-gelb und drückt damit die labile Psyche des Malers aus.

Neu eingerichtet wurde auch ein Raum mit Klang-Kunst und visueller Poesie, die Werke stammen allesamt aus den 1960er, 1970er Jahren. So können die Besucher über Kopfhörer etwa Kurt Schwitters "Ursonate" hören oder Ken Cox' "Poetry Clock" bestaunen: An der Uhr ticken unrhythmisch und an drei Zeigern die Buchstaben des Wortes "Poetry" und bilden dabei immer neue Wort-Konstellationen.

Auch Werke der Op Art, des Informel und Teile des Hans-Breder-Archivs wurden integriert. Premiere hat die neue alte Schau am Samstag bei der Museumsnacht. pin

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