Parkplatz für Elektro-Autos ohne Lademöglichkeit sorgt in Brechten für Verwirrung

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Ein Verkehrsschild und eine Bodenmarkierung weisen darauf hin: Hier dürfen nur E-Autos parken. Allerdings fehlt dem Parkplatz eine Ladesäule. Dahinter steckt ein Plan der Stadt Dortmund.

Brechten

, 08.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein blaues Verkehrsschild und eine großflächige Bodenmarkierung machen Autofahrern in Brechten unmissverständlich klar, dass auf dem Parkplatz an der Brechtener Straße/Scharfes Eck nur Elektro-Autos stehen dürfen. Bei einem genauen Blick fällt jedoch auf, dass dort etwas fehlt. Der Stellplatz für E-Autos hat gar keine Ladesäule.

Dass das in der Form seine Richtigkeit hat, bestätigt ein Sprecher der Stadt Dortmund auf Anfrage der Redaktion. „Zur Förderung der Elektromobilität wurden zusätzlich zu den Ladestationen auch Stellplätze für Elektroautos ohne Lademöglichkeit eingerichtet.“ Eine Ausrüstung dieser Parkplätze mit einer Ladesäule sei außerdem zurzeit nicht beabsichtigt, so der Stadtsprecher weiter.

An 18 Stellplätzen für E-Autos fehlen die Ladesäulen

Der Parkplatz für E-Autos an der Brechtener Straße ist im gesamten Stadtgebiet nicht der einzige, an dem ein Aufladen der Fahrzeuge unmöglich ist. Laut städtischen Angaben gibt es 18 solcher Stellplätze in Dortmund. Sie befinden sich vor allem in der Innenstadt und in den Nebenzentren. Im Stadtbezirk Eving ist der Parkplatz an der Brechtener Straße der einzige E-Auto-Parkplatz ohne Ladesäule.

Im gesamten Dortmunder Stadtgebiet gibt es zurzeit 47 Parkplätze für E-Autos mit Ladesäulen.

Im gesamten Dortmunder Stadtgebiet gibt es zurzeit 47 Parkplätze für E-Autos mit Ladesäulen. © dpa

Hinzu kommen insgesamt 47 Stellplätze mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge in ganz Dortmund. Im Stadtbezirk Eving befindet sich lediglich einer dieser Parkplätze mit Lademöglichkeit - nämlich vor dem Gebäude der Bezirksvertretung an der Evinger Straße. Mit dem Stellplatz ohne Ladesäule in Brechten und somit insgesamt nur zwei Parkplätzen für E-Autos gehört der Bezirk zu den Schlusslichtern im innerstädtischen Vergleich.

Zahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge steigt stetig an

Bei der steigenden Zahl an E-Autos in Dortmund wird die Zahl der Parkplätze allerdings in Zukunft immer weniger ausreichen. Zwar ist der Anteil der Elektro- oder Hybridfahrzeuge an den beinahe 300.000 zugelassenen Pkw in der Stadt immer noch sehr gering. Dafür ist die Zahl der zugelassenen reinen Elektro-Autos von 186 im Januar 2017 auf 935 im Februar 2020 gestiegen.

Ob die Parkplätze für E-Autos ohne Ladesäule zu dem Anstieg beigetragen haben, wie sie es nach städtischem Plan sollten, lässt sich schlecht überprüfen. „Das könnte ein Anreiz zum E-Auto sein“, äußert sich der ADAC auf Anfrage zu dem Thema. Aber: „Für Fahrer eines Elektroautos ist es allerdings wahrscheinlich praktischer und komfortabler, wenn der E-Parkplatz auch über eine Ladesäule verfügt.“

Mit Ladesäule oder ohne: Parkplätze für Elektrofahrzeuge, die als solche ausgewiesen sind, dürfen nicht von Autofahrern mit Benzinern oder Dieselfahrzeugen benutzt werden. Das Bußgeld für widerrechtliches Parken auf E-Auto-Parkplätzen liegt zwischen 10 und 15 Euro. Zusätzlich wird das falsch abgestellte Fahrzeug abgeschleppt.

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